"Boho" bricht nach tollem Saisonstart ein

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24. Juni 2013, 08:05 Uhr

"Das war eine enttäuschende Saison", lautet das kurze, aber prägnante Fazit von Bordesholms Coach Sönke Pries. Der TSV Bordesholm erreichte Rang sechs mit 48 Punkten bei einem Torverhältnis von 58:63. Vor der jüngst abgelaufenen Spielzeit gab Pries, dessen Team auch in der Vorsaison Sechster geworden war, das Ziel aus, besser abzuschneiden. Auch wenn dies nicht gelang, so gründet sich die Enttäuschung aber weniger auf die rein tabellarische Konstellation, sondern mehr auf die Art und Weise, wie sein Team sich insbesondere nach dem tollen Start in die Saison präsentierte

Der TSV Bordesholm war es nämlich, der nach einer tollen Vorbereitung die Liga "rockte". Nach zehn Spieltagen grüßte nicht etwa der TSV Schilksee von der Tabellenspitze, sondern die Pries-Mannen, die ihrerseits neun Begegnungen gewannen und nur einmal remis spielten (1:1 gegen den Rendsburger TSV). Und diese tollen Darbietungen weckten naturgemäß Begehrlichkeiten.

Doch schon im Oktober, als gegen den Suchsdorfer SV (1:3) die beeindruckende Serie riss, schlich sich der sprichwörtliche Schlendrian ein, sodass es gleich fünf Niederlagen in Folge setzte. Dennoch überwinterte der TSV Bordesholm auf einem guten zweiten Platz, hatte gar noch Tuchfühlung zum sich mittlerweile die Tabellenführung schnappenden TSV Schilksee. Pries wollte seinerzeit, auch wenn das ohnehin nie das erklärte Ziel war, nichts mehr von einer möglichen Meisterschaft wissen.

In der Rückrunde lief dann auch nicht mehr viel zusammen. Die Kicker vom Möhlenkamp holten lediglich noch 20 Punkte, ließen sich teilweise sogar vorführen. Gegen den TSV Kronshagen setzte es beispielsweise eine 0:6-Klatsche, gegen den Osterrönfelder TSV ein nicht minder deprimierendes 0:5. Der TSV Bordesholm holte also aus den letzten 20 Saisonspielen nur 20 Punkte. Eine Bilanz, die Pries Enttäuschung auch in Zahlen belegt.

Aber die schwachen Auftritte sind auch die Folge eines fast schon beispiellosen Verletzungspechs, das Pries aber nicht als Entschuldigung gelten lassen will. "Natürlich haben uns eigentlich durchgängig sechs oder sieben Stammspieler gefehlt. Das kann man über einen so langen Zeitraum natürlich nicht kompensieren. Aber ich habe in dieser Phase auch gesehen, auf welche Spieler ich mich verlassen kann und auf welche leider nicht", so der Coach, der auf Spieler aus der A-Jugend, aus der "Zweiten" und sogar aus der Altliga zurückgreifen musste. "Aber wir haben unsere Lehren aus der abgelaufenen Saison gezogen und werden im kommenden Jahr breiter aufgestellt sein", gibt sich Pries im Hinblick auf die bald beginnende Spielzeit auch schon wieder kämpferisch und angriffslustig.

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