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Champions-League : Bayern mit 5:1 gegen Arsenal, Bayer muss hoffen

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Am Gruppensieg des FC Bayern zweifelt in der Champions League keiner mehr. Für Leverkusen wird es nochmal eng.

Nach dem praktisch erreichten Etappenziel in der Champions League war Pep Guardiola auf seine Mannschaft als designierter Gruppensieger stolz. Die Frage, ob das die besten Bayern seiner knapp zweieinhalb Jahre langen Münchner Amtszeit seien, beantwortete der spanische Startrainer mit einem knappen „Ja“.

Weiter beflügelt von der 5:1-Gala gegen den FC Arsenal geht es in drei Wochen im Heimspiel gegen Olympiakos Piräus um den Gruppensieg. Nach dem Angriffsfußball der Extraklasse gegen die Londoner zweifelt keiner mehr daran, dass der erste Platz nur an die Bayern gehen kann. „Wir hatten ein Finale, jetzt sind wir theoretisch schon für die nächste Runde qualifiziert“, erklärte Guardiola. „Wir wollen Erster in der Gruppe werden, und das ist der Grund, warum du gegen Olympiakos gewinnen musst.“ Als Gruppenerster würde man vermutlich Schwergewichten wie Real Madrid oder Titelverteidiger FC Barcelona im Achtelfinale aus dem Weg gehen.

Robert Lewandowski (10. Minute), Thomas Müller (29./89.), David Alaba (44.) und Joker Arjen Robben (55.) verzückten die 70.000 Zuschauer am Mittwochabend mit Toren vom Feinsten. „Super-Bayern, Super-Bayern“, schallte es von den Rängen. Herausragender Antreiber beim nächsten Tor-Festival dieser Saison war der Ballstreichler Thiago Alcantara. „Er hat diese Persönlichkeit für wichtige Spiele. In den wichtigsten Spielen ist er der Beste“, lobte Guardiola den „jungen Spieler mit großem Charakter und großer Persönlichkeit“. Aber Thiago, der in seinen ersten zwei Bayern-Jahren viel Verletzungspech hatte, müsse auch noch viel lernen, betonte der Coach.

Platz Mannschaft Tore Punkte
1 Bayern München 13:3 9
2 Olympiakos Piräus 6:6 9
3 FC Arsenal 6:10 3
4 Dinamo Zagreb 3:9 3

Mit je neun Punkten führen der FC Bayern (13:3 Tore) und Piräus (6:6) die Gruppe an. Arsenal und Dinamo Zagreb (je drei Punkte) liegen deutlich zurück. „Klar sind wir zufrieden. Wir standen ein bisschen unter Druck nach dem Hinspiel, die Mannschaft hat eine gute Reaktion gezeigt und eine gute Leistung gebracht gegen eine Mannschaft, die gut in Form ist“, sagte Sportvorstand Matthias Sammer. „Wir wollen Erster werden. Wir wollen beide Spiele noch gewinnen.“

Das müssen die Londoner auf jeden Fall, wenn sie womöglich doch noch weiterkommen wollen. „So wie die Bayern aufgetreten sind, waren wir nicht in der Lage dagegenzuhalten“, gestand Arsenal-Kapitän Per Mertesacker. Drastischer erklärte es Trainer Arsène Wenger. „Abgesehen vom Kopf haben wir keine weiteren Schäden davongetragen.“ Erstmals seit 2001 droht Arsenal ein Aus schon in der Gruppenphase.

Gewinnen muss indes auch Leverkusen. Trotz des späten und bitteren K.o.-Schlags gegen den AS Rom gab sich Roger Schmidt direkt nach dem Schlusspfiff schon wieder kämpferisch. „Wir werden nicht aufgeben. Wenn wir zwei Spiele gewinnen, können wir trotzdem noch das Achtelfinale erreichen“, sagte der Fußball-Trainer von Bayer Leverkusen nach dem erneut spektakulären und torreichen Champions-League-Spiel, in dem Bayer dieses Mal mit einer 2:3 (0:2)-Pleite das bessere Ende nicht auf seiner Seite hatte. „Dass es in dieser Gruppe eng wird, war klar“, ergänzte Schmidt.

Das Rückspiel in Rom am Mittwoch war nach dem verrückten 4:4 im Hinspiel in Leverkusen erneut ein Auf und Ab für die Werkself. In der ersten Hälfte präsentierte sich Bayer ideenlos und mit großen Lücken in der Defensive und konnte froh sein, zur Pause nur mit 0:2 zurückzuliegen. „Es war eine sehr schlechte Halbzeit. Das müssen wir natürlich besser machen“, gab der eingewechselte Karim Bellarabi zu.

Nach der Pause zeigte Bayer dafür ein komplett anderes Gesicht, glich innerhalb weniger Minuten durch Admir Mehmedi (45.) und den Mexikaner Javier „Chicharito“ Hernández (51.) aus. „Unsere Moral ist natürlich sensationell, wir sind toll zurückgekommen“, lobte Sportdirektor Rudi Völler die Mannschaft im TV-Sender Sky. Sogar Chancen auf den Siegtreffer hatte der Bundesligist, das Spiel stand am Ende „auf Messers Schneide“, wie Völler nach dem Schlusspfiff analysierte.

Im Gegensatz zum Hinspiel, als Bayer sich nach der Aufholjagd als moralischer Sieger fühlen durfte, jubelten im Stadio Olimpico am Ende die Römer. Für die Entscheidung sorgte eine unübersichtliche Szene in der 79. Minute, die zur Roten Karte für Kapitän Ömer Toprak und einem verwandelten Foul-Elfmeter für Rom führte. „Da kriegen wir den Ball nicht raus, dann kommt er natürlich leider vor Mohamed Salah, der einschussbereit steht“, schilderte Toprak die Szene, in der er den Rom-Stürmer wegstieß und damit eine klare Torchance verhinderte.

Platz Mannschaft Tore Punkte
1 FC Barcelona 8:2 10
2 AS Rom 10:10 5
3 Bayer Leverkusen 11:10 4
4 Bate Baryssau 4:11 3

Mit der Niederlage musste Bayer Rom in der Tabelle der Gruppe E auf Rang zwei vorbeiziehen lassen. Die gute Ausgangslage ist dahin, Leverkusen hat nun einen Zähler weniger auf dem Konto. „Wir haben noch zwei Spiele und da müssen wir alles versuchen“, versprach Mittelfeldspieler Kevin Kampl. Für das Achtelfinale braucht die Werkself in drei Wochen bei BATE Borissow ohne die gesperrten Verteidiger Toprak und Kyriakos Papadopoulos unbedingt einen Sieg.

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erstellt am 05.Nov.2015 | 07:47 Uhr

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