Auswärtspunkt als tolle Eigenwerbung

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18. März 2013, 08:05 Uhr

1.FSV Mainz 05: Simon, Schäfer - Sölva, Löbich (6), Dernbach, Ophoff (1), Steinfurth (3), Schückler (3/1), Bonk (2), Dankwardt (4), Schmitt (6), Holstein (4)

TSV Travemünde: Strauß, Staaß - Wulf (4), R. Gahl (1), Schröder (3), Pohle (2), Poulsen (12/2), Wessoly (7)

SR: Kern/Kuschel (Bellheim/Hagenbach).

Zeitstrafen: 1:1.

Siebenmeter: 1/3:2/3.

Zuschauer: 230.

Da warens nur noch sechs! Schon in der letzten Woche gegen den SVG Celle stand der TSV Travemünde mit nur einer Auswechselspielerin vor einer schier unlösbaren Aufgabe. Es kam zur erwarteten Niederlage. Zum Gastspiel in Mainz sah es noch dramatischer aus. Mit dem Fehlen von Luisa Kieckbusch (anstehende Abi-Prüfung) war auch das Wechselkontingent von vornherein erschöpft. Da auch Trainer Søren Jeppesen nicht mit dabei war, konnte nur von einer weiteren Niederlage ausgegangen werden. Aber es sollte alles ganz anders kommen. Zwar wurde der dritte Saisonsieg in allerletzter Sekunde nach einem abgefälschten Freiwurf verpasst, doch auch der Gewinn des ersten Auswärtspunktes überhaupt war die Art von Eigenwerbung, die die "Raubmöwen" angesichts der Aufbruchsstimmung brauchen. Thomas Kruse als Vertreter Jeppesens platzte dementsprechend schier vor Stolz: "Eine ganz tolle Leistung der gesamten Mannschaft. Simone Poulsen ragte nicht nur wegen ihrer zwölf Tore heraus. Die Mannschaft hat sich an ihr orientiert und damit zu diesem unglaublichen Erfolg beigetragen." Kruses geplante Taktik ging auf: "Wir wollten gleich zu Beginn richtig powern und den Gegner überraschen. Das ist uns bestens gelungen. Wir haben den erhofften Vorsprung herausgeholt (14:7, 19.). Das war riskant, aber sehr wichtig, da wir den Kräfteverschleiß im Blick haben mussten. Dass es nicht ganz gereicht hat, war im ersten Moment schade. Dem Tor ging aus meiner Sicht eine Fehlentscheidung der ansonsten guten Schiedsrichter voraus. Aber es ist okay, wir freuen uns jetzt einfach nur." Angetan war Kruse auch von der Fairness der Mainzer Seite: "Ein Zuschauer hätte gerne einen Travemünde-Schal herausgeholt, wenn er denn einen gehabt hätte. Das ist ein großes Kompliment für uns." Und auch FSV-Trainerin Karin Euler, deren Team es als einzigem nicht gelungen ist, gegen den Tabellenletzten zu gewinnen, hatte den Gästen die eindeutig bessere Leistung attestiert. Die jetzt anstehende dreiwöchige Pause haben sich die "Raubmöwen" redlich verdient.

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