Fußball-WM : Regierung will Public Viewing nach Mitternacht erlauben

Die Zeitverschiebung könnte ein Problem für die Fanmeilen werden – denn viele WM-Spiele starten erst, wenn in Deutschland schon später Abend ist. Das Bundeskabinett will daher offenbar am Mittwoch eine Sonderverordnung des Umweltministeriums für Public-Viewing auch nach Mitternacht beschließen.

shz.de von
01. April 2014, 07:40 Uhr

Berlin | Eine WM ohne Public Viewing? Das kann sich offenbar noch nicht einmal das Umweltministerium vorstellen. Bei späten Spielen soll die Fußball-Großleinwand auch nach 22 Uhr erlaubt sein – und in Ausnahmefällen sogar darf die Fanmeile sogar nach Mitternacht toben. Das berichtet die „Bild“-Zeitung.

„Fußballgucken unter freiem Himmel gehört zu einer Fußball-WM einfach dazu“, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Die Fanmeilen sollen während der WM (12. Juni bis 13. Juli) zu Sportanlagen erklärt und damit Public Viewing auf Videoleinwänden mit dem Stadion-Besuch gleichgestellt werden.

Aufgrund der Zeitverschiebung werden in der Vorrunde zehn Spiele um Mitternacht angepfiffen, eines um 3 Uhr nachts. In der Finalrunde sind es neun Begegnungen um 22 Uhr. Hintergrund für die neue Verordnung ist das Bundesimmissionsschutzgesetz, wonach bei öffentlichen Veranstaltungen nach 22 Uhr in allgemeinen Wohngebieten der Geräuschpegel 40 dB(A) nicht überschreiten darf. Dieser Wert wird bei Public-Viewing-Veranstaltungen schnell übertroffen.

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