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News vom Ex-Dortmunder : Neuer Trainer beim FC Liverpool: Hat Jürgen Klopp schon zugesagt?

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Der FC Liverpool soll Kontakt zu Jürgen Klopp aufgenommen haben. Laut britischen Medien hat der Ex-Dortmunder bereits vor der Entlassung von Brendan Rodgers positive Signale nach England gesendet. Die Fans freuen sich.

shz.de von
erstellt am 05.Okt.2015 | 10:00 Uhr

Fußball in Liverpool ist eine höchst emotionale Angelegenheit. Die britischen Medien sind sich daher einig: Praktisch kann nur Jürgen Klopp neuer Teamanager des ehemaligen Rekordmeisters FC Liverpool werden.

Am Morgen nach der Trennung von Brendan Rodgers gilt für den „Independent“, die „Daily Mail“, den „Telegraph“ oder auch den „Mirror“ der 48 Jahre alte ehemalige Coach des FSV Mainz 05 und von Borussia Dortmund als die wahrscheinlichste Lösung für die Liverpooler.  Der BBC machte die Personalie gar zum Topthema des Montags.

Selbst der hochdekorierte Carlo Ancelotti, der am Sonntag angeblich bereits von Italien auf die Insel reiste, soll gegen Klopp den Berichten zu Folge keine Chance auf ein Engagement haben. Es scheint, als hinge alles nur von dem sprachversierten Deutschen selbst ab. Die Entscheidung, sich von Rodgers zu trennen wurde nach dem 1:1 am Sonntag beim FC Everton bekanntgegeben. Dem „Mirror“ zufolge soll aber etwas anderes den Ausschlag gegeben haben: Klopp soll demnach klare Anzeichen gegeben haben, den Posten übernehmen zu wollen.

Eigentlich hatte der ehemalige BVB-Coach nach seiner Borussia-Ära eine einjährige Auszeit nehmen wollen. In deutschen Sportmedien heißt es zuweilen, es geben zwischen Klopp und dem interessierten Verein noch keinen persönlichen Kontakt. „Bild.de“ berichtet hingegen von laufenden Gesprächen.

Die Zusammenarbeit mit Rodgers war am Sonntag beendet worden. Zuvor hatte der FC Liverpool, der im Sommer 112 Millionen Euro in neue Spieler investierte, beim Merseyside-Derby gegen den Stadtrivalen FC Everton nur 1:1 gespielt. In der Tabelle belegt das Team mit zwölf Punkten aus acht Spielen den zehnten Rang. Zudem hatte sich das Team auch noch in der Europa League am Donnerstag an der Anfield Road mit einem dürftigen 1:1 gegen den Schweizer Verein FC Sion blamiert.


In England ist die Klopp-Manie bereits losgebrochen. Auch ehemalige Vereinsgrößen der Liverpooler sprechen sich für den zweimaligen Meistercoach aus. „Es muss Jürgen Klopp sein. Er ist der perfekte Mann, um von Brendan Rodgers zu übernehmen. Er hat die Qualifikationen und, noch wichtiger, er kann den Fans ihren Glauben an das Team zurückgeben“, sagte Jan Molby im „Liverpool Echo“. Ancelotti habe Erfahrung und Klopp eine Aura. „Er ist ein bisschen verrückt, aber ich mag ihn“, meinte Jamie Redknapp in der „Daily Mail“.

Vereinsbesitzer John Henry und der Vorsitzende der Fenway Sports Group, Tom Werner, würden umgehend Gespräche mit Klopp aufnehmen, hieß es in den Zeitungen. In der Pressemitteilung zur Entlassung von Rodgers, der den Posten im Juni 2012 übernommen hatte, hatte der FC Liverpool zum Nachfolger-Thema geschrieben: „Die Suche nach einem neuen Trainer ist im Gange.“ Man hoffe auf eine zeitgerechte Bekanntgabe. Feststehen soll er den Medienberichten zufolge spätestens bis zum nächsten Spiel der Liverpooler in der Premier League am 17. Oktober gegen Tottenham Hotspur.

Der Italiener Carlo Ancelotti, der unter anderem auch schon Trainer von Real Madrid und dem FC Chelsea war, gilt als mögliche B-Lösung. Er soll laut „Daily Mail“ noch am Sonntag von Italien nach England geflogen sein. Der „Telegraph“ berichtete, dass mit einer Entscheidung vor dem nächsten Spiel der Liverpooler in der Premier League am 17. Oktober gegen Tottenham Hotspur gerechnet wird.

Der Name des 48 Jahre alten Klopp wurde schon des Öfteren im Zusammenhang mit dem FC Liverpool genannt. Der ehemalige Coach des FSV Mainz 05 und von Borussia Dortmund nimmt nach seinem Engagement beim BVB vorerst eine Auszeit. In früheren Interviews hatte Klopp betont, dass er aufgrund der Wichtigkeit seiner Worte bei der Teamführung nur in Deutschland oder England arbeiten könne. Trotz hoher Ansprüche hinkt der Traditionsclub aus der Beatles-Stadt seit Jahren den eigenen Ansprüchen hinterher. Die Situation erinnert an das Borussia Dortmund des Jahres 2008: Ein schlafender Riese, den Klopp durch gehöriges Umkrempeln zu neuem Glanz erweckte. Nach Felix Magath wäre er der zweite deutsche Trainer in der Geschichte der Premier League.

Sollte dee gebürtige Stuttgarter den Posten übernehmen, würde er auch Trainer von Nationalspieler Emre Can. Der 21-Jährige hatte am Sonntag noch vor dessen Demission Rodgers in Schutz und sich sowie die Spieler in die Pflicht genommen. Auf die Frage, ob Klopp zum FC Liverpool passen wurden, hatte Can in einem Interview der „Welt“ lediglich gesagt: „Jürgen Klopp ist sicherlich ein großartiger Trainer. Ich glaube, er hat in Dortmund bewiesen, dass er zu jeder Mannschaft der Welt passen kann.“

Die Fans der trommeln schon seit Wochen im Internet für Klopp. Es gibt auch schon eine eigene Facebook-Seite namens „Jürgen Klopp - Manager Liverpool FC“. Jetzt erhöht sich das Tempo, zum Beispiel auf Twitter.

Die einen überlegen sich schon schöne Überschriften mit Klopp-Wortspielen.

Die anderen träumen vom Klopp-Outfit in Liverpool-Rot statt BVB-Gelb.

Und wieder andere freuen sich mit Videos über die Klopp-Gerüchte.

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