Studie : Geldliga: Bayern wieder Vierter - Englische Clubs dominieren

In der Bundesliga Spitze, in der weltweiten Geldliga auf Platz vier: Bundesliga-Rekordmeister Bayern München.
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In der Bundesliga Spitze, in der weltweiten Geldliga auf Platz vier: Bundesliga-Rekordmeister Bayern München.

Der FC Bayern spielt finanziell weiter bei den ganz Großen des Fußballs mit. In der Rangliste der umsatzstärksten Clubs sind die Münchner erneut Vierter - trotz gesunkener Einnahmen. Drei Bundesligisten unter den Top 20.

shz.de von
23. Januar 2018, 16:48 Uhr

Trotz etwas weniger Umsatz und der Übermacht der Premier-League-Clubs hat der deutsche Rekordmeister FC Bayern seinen vierten Platz in der weltweiten Fußball-Geldliga verteidigt.

Die Münchner kamen in der Saison 2016/17 nach Berechnungen der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte auf einen Umsatz von 587,8 Millionen Euro. Die Einnahmen fielen damit etwas niedriger als ein Jahr zuvor (592 Mio.) aus.

Die Bayern schafften es damit zum zehnten Mal in Serie in die Top fünf der Rangliste der weltweit umsatzstärksten Vereine. Unter den ersten 20 sind aus der Bundesliga noch Borussia Dortmund als Zwölfter und Schalke 04 als 16. Die 21. Auflage der Studie wurde am Dienstag veröffentlicht.

Dank der TV-Milliarden in England sind erstmals zehn Premier-League-Clubs auf den ersten 20 Plätzen zu finden. Erster blieb Europa-League-Gewinner Manchester United trotz eines leichten Umsatzrückgangs von 689 auf 676,3 Millionen Euro. Real Madrid (674,6 Mio.) verdrängte auch dank des erneuten Champions-League-Gewinns seinen nationalen Rivalen FC Barcelona (648,3 Mio.) von Rang zwei und liegt gerade einmal 1,7 Millionen Euro hinter Man United.

«Die finanzielle Performance fast aller Clubs hat sich in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert», meinte Karsten Hollasch, Partner und Leiter der Sport Business Gruppe bei Deloitte.

Dass die Bayern nicht ganz oben in der Geldliga spielen, liegt an den geringeren TV-Einnahmen im Vergleich zur Premier League oder den beiden spanischen Spitzenvereinen. Laut Studie erhielten die Münchner 147 Millionen Euro an TV-Geldern, die drei vor ihnen in der Rangliste liegenden Vereine nahmen in der Saison 2016/17 jeweils weit mehr als 200 Millionen Euro ein.

Dafür verdienten die Münchner mit Sponsoring und Werbung besonders viel. Kein Fußball-Verein weltweit ist Deloitte zufolge kommerziell so erfolgreich wie der deutsche Branchenführer. 343 Millionen Euro nahmen die Bayern in dem Bereich ein.

Trotz gestiegener Einnahmen verlor der deutsche Pokalsieger BVB indes einen Platz, die Schalker rutschten sogar zwei Ränge ab. Dortmunds Umsatz stieg von 283,9 auf 332,6 Millionen Euro, Schalke nahm 230,2 Millionen Euro ein, in der Saison 2015/16 waren es 224,5 Millionen Euro.

Deloitte erstellt die Rangliste auf Basis der veröffentlichten Jahresabschlüsse unter dem Titel «Football Money League». Transfererlöse werden nicht mit einberechnet, weshalb die Zahlen teils deutlich von den Angaben der Vereine abweichen.

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