Sperre für Perus Kapitän : Doping-Skandal: Ex-HSV-Star Paolo Guerrero verpasst WM

Doping-Sperre: Der peruanische Nationalspieler Paolo Guerrero muss ein Jahr lang zugucken.
Doping-Sperre: Der peruanische Nationalspieler Paolo Guerrero muss ein Jahr lang zugucken.

Die bei dem Stürmer festgestellte Substanz ist auch in Kokain enthalten. Nicht nur der Nationalelf wird er nun lange fehlen.

shz.de von
08. Dezember 2017, 15:52 Uhr

Zürich | Der Fußball-Weltverband FIFA hat den peruanischen Nationalspieler Paolo Guerrero wegen Dopings für ein Jahr gesperrt. Bei dem früheren Profi des FC Bayern München und des Hamburger SV sei bei einer Kontrolle die Substanz Benzoilecgonin festgestellt worden, die auch in Kokain enthalten sei, teilte die FIFA am Freitag mit. Damit verpasst der 33 Jahre alte Kapitän der Nationalelf die Weltmeisterschaft 2018 in Russland. Peru hatte sich erstmals seit 1982 für eine WM qualifiziert.

Paolo Guerrero traf in der Qualifikation insgesamt sechs Mal und hatte damit maßgeblich Anteil an der ersten WM-Teilnahme Perus seit 1982.

Der Angreifer war am 5. Oktober bei einer Dopingkontrolle nach dem 0:0 im Qualifikationsspiel zwischen Argentinien und Peru positiv getestet worden. Die FIFA sperrte ihn daraufhin in einer vorläufigen Entscheidung für zunächst 30 Tage. Die jetzt verhängte Sperre gelte für Spiele auf allen Ebenen, auch für Freundschaftsspiele, betonte der Weltverband.

Guerreros Anwalt stufe das Testergebnis als unerklärlich ein. Die bei dem Ex-Bundesliga-Profi entdeckte Substanz sei in Koka-Tee enthalten. Der Genuss von Tee mit Kokablättern und das Kauen der Blätter hätten in den Anden eine lange Tradition, hatte der Anwalt Bichara Neto gesagt. Zugleich wies er aber darauf hin, dass Guerrero gar keinen Koka-Tee getrunken, aber Medikamente wegen einer Grippe eingenommen habe.

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