FC St. Pauli : Andreas Rettig hält Haft für Pyro-Einsatz für „Effekthascherei“

Andreas Rettig, Geschäftsführer vom FC St. Pauli, im Millerntor-Stadion in Hamburg.

Andreas Rettig, Geschäftsführer vom FC St. Pauli, im Millerntor-Stadion in Hamburg.

Der Geschäftsführer von St. Pauli hält Haftstrafen für den Einsatz von Pyrotechnik in Stadien für überzogen.

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29. November 2018, 08:18 Uhr

Berlin | Geschäftsführer Andreas Rettig vom Zweitligisten FC St. Pauli hat den Innenminister-Vorschlag kritisiert, das Zünden von Bengalos in Fußball-Stadien künftig mit Haft zu bestrafen. „Das ist Effekthascherei, das hat mir nicht gefallen“, sagte Rettig der Deutschen Presse-Agentur bei einer Veranstaltung anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) in Berlin.

Der Vorschlag sei überzogen: „Das hilft niemandem und ist nicht zielführend.“ Auf der Herbst-Konferenz in Magdeburg vom 28. bis 30. November wird diskutiert, den Einsatz von Pyrotechnik in Menschenmengen künftig mit bis zu einem Jahr Gefängnis zu bestrafen. Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU), der Vorsitzender der Innenministerkonferenz ist, unterstützt einen entsprechenden Vorschlag aus Hessen.

Rettig nimmt bei dem Thema auch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) in die Pflicht. „Ich würde mir von den Verbänden wünschen, dass sie sich von solchen Vorschlägen abgrenzen“, sagte der 55-Jährige.

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