Andere Generation : Ex-Bremen-Coach Schaaf: Lange Trainer-Engagements "nicht mehr gefragt"

Thomas Schaaf ist seit dem Sommer Technischer Direktor bei Werder Bremen. Zuvor war er von 1999 bis 2013 Cheftrainer bei dem Club.
Thomas Schaaf ist seit dem Sommer Technischer Direktor bei Werder Bremen. Zuvor war er von 1999 bis 2013 Cheftrainer bei dem Club.

Diese Entwicklung liegt laut Schaaf aber nicht nur an der Schnelllebigkeit des Geschäfts.

shz.de von
22. November 2018, 13:59 Uhr

Bremen | Ex-Bundesligacoach Thomas Schaaf sieht keine Chance mehr für langfristige Trainer-Engagements. "Dass ein Trainer zehn Jahre im Amt bleibt, ist – Ausnahmen wie Streich oder Frank Schmidt in Heidenheim bestätigen nur die Regel – auch gar nicht mehr gefragt", sagte der Technische Direktor des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. (Weiterlesen: Mertesacker kritisiert Umgang mit Trainern)

Andere Trainer-Generation

Diese Entwicklung liege aber nicht nur an der Schnelllebigkeit des Geschäfts und an den Vereinen, sondern auch an der heutigen Trainer-Generation und generellen gesellschaftlichen Tendenzen. "Vielmehr glaube ich, dass heute die Mentalität vorherrscht, nach drei, vier Jahren den nächsten Karriereschritt zu machen", sagte de 57-Jährige, der von 1999 bis 2013 Cheftrainer bei Werder war.

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Seine Hauptaufgabe in seinem neuen Job sieht er darin, Bremens Spielphilosophie - attraktiven Offensivfußball - "über alle Jugendmannschaften hinweg bis zu den Profis" erkennbar zu machen. Entsprechende Aufgaben und Zielvorgaben gibt Schaaf dabei an alle Trainer im Club weiter.

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