Umstrittener Bayern-Elfer : DFB nach Bremer Pokal-Krimi: "Strafstoßentscheidung nicht korrekt"

Daniel Siebert wird nach dem Elfmeterpfiff von Werder-Spielen umringt.
Daniel Siebert wird nach dem Elfmeterpfiff von Werder-Spielen umringt.

War es ein Elfmeter oder nicht? Der DFB äußert sich deutlich und gibt eine Fehlentscheidung zu.

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25. April 2019, 17:40 Uhr

Bremen | Katerstimmung an der Weser: Trotz einer furiosen Aufholjagd gegen Bayern München im Halbfinale des DFB-Pokals unterlag Werder Bremen am Mittwochabend dem Rekordmeister mit 2:3. Somit schrammten die Nordlichter knapp am Finale vorbei. Den entscheidenden Treffer für Bayern markierte Bayern-Angreifer Robert Lewandowski in der 80. Minute per Elfmeter. Genau dieser Elfmeterpfiff war jedoch höchst umstritten und wird immer noch heiß diskutiert. Am Donnerstagnachmittag gab der DFB die Fehlentscheidung sogar zu.

Was war passiert? Bayerns Kingsley Coman sprintete mit dem Ball am Fuß in der 78. Minute in den gegnerischen Strafraum, als Gegenspieler Theodor Gebre Selassie Coman leicht am Rücken mit dem Ellenbogen berührte. Der FCB-Flügelflitzer fiel, Schiedsrichter Siebert zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Die Bremer protestierten heftig, doch der Unparteiische sah sich die Szene nicht noch einmal auf dem Monitor an (On-Field-Review).

Jochen Drees, seines Zeichens fachlicher Projektleiter für den Bereich Video-Assistent beim DFB, nahm auf der Verbandshomepage Stellung zur Entscheidung von Siebert und dem Videoassistenten. "Wir erwarten zwar, dass der Video-Assistent eine fachliche Einschätzung vornimmt, ob eine Situation in einem klar strafbaren oder nicht strafbaren Bereich liegt [...] Ist einer der Faktoren aus Sicht des Video-Assistenten offensichtlich der Fall, muss es aber unbedingt zu einem On-Field-Review kommen", erklärt Drees.

"Strafstoßentscheidung nicht korrekt"

Der Projektleiter weiter: "Im DFB-Pokalhalbfinale zwischen dem SV Werder Bremen und dem FC Bayern München ist dies in der 78. Spielminute leider nicht der Fall gewesen, da die Kommunikation zwischen dem Schiedsrichter und dem Video-Assistenten nicht gut abgelaufen ist. [...] Aus schiedsrichterfachlicher Sicht halten wir die Strafstoßentscheidung für nicht korrekt."

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