Königsklasse kompakt : Jose Mourinho steht im Stau und verliert – Torfestival bei Hoffenheim-Remis

Ein Torfestival leisteten sich die TSG Hoffenheim (hier mit Kevin Akpoguma) und Olympique Lyon (hier mit Memphis Depay).
Ein Torfestival leisteten sich die TSG Hoffenheim (hier mit Kevin Akpoguma) und Olympique Lyon (hier mit Memphis Depay).

Während Real Madrid in der Champions League glanzlos gewonnen hat, jubelten die Hoffenheim-Fans spät über den Ausgleich.

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23. Oktober 2018, 22:54 Uhr

Hamburg | Der 3. Spieltag der Fußball-Champions-League hatte es in sich: Der FC Bayern München ist nach einem schwer erkämpften 2:0 bei AEK Athen wieder auf Kurs, und die TSG Hoffenheim gleicht nach einem packendem Spiel erst in der Nachspielzeit zum 3:3 gegen Olympique Lyon aus. Die Rückkehr von Cristiano Ronaldo nach Manchester war das Thema vor dem Spieltag. Der Portugiese kehrte mit einem Sieg seiner "Alten Dame" zurück nach Turin.

Die Ergebnisse des Abends

Gruppe E:

Gruppe F:

  • Schachtar Donezk - Manchester City 0:3 (0:2)
  • TSG Hoffenheim - Olympique Lyon 3:3 (1:1)

Gruppe G:

  • Real Madrid - Viktoria Pilsen 2:1 (1:0)
  • AS Rom - ZSKA Moskau 3:0 (2:0)

Gruppe H:

  • Young Boys Bern - FC Valencia 1:1 (0:1)
  • Manchester United - Juventus Turin 0:1 (0:1)

Die Szene des Abends:

Was für ein Blackout des Hoffenheimers Kevin Vogt. Der TSG-Kapitän spielte in der 27. Minute einen verheerenden Rückpass – wohin eigentlich? Weder die Richtung noch die Schnelligkeit des Passen ließen darauf schließen, wer der Abnehmer des Passversuches sein sollte. Letztlich landete der Ball bei Bertrand Traoré, der völlig unbedrängt zum zwischenzeitlichen 1:0 für Olympique Lyon einnetzte.

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Der Spieler des Abends:

Es wurde laut im Stade de Suisse, sehr laut sogar: In der 55. Minute war es Guillaume Hoarau, der Geschichte schrieb. Der Franzose erzielte das erste Champions-League-Tor in der Geschichte der Young Boys Bern – ausgerechnet gegen den Favoriten FC Valencia. Noch nie zuvor hatte sich der schweizer Klub für die Gruppenphase der Königsklasse qualifizieren können. Der 30-jährige Hoarau sorgte entsprechend für einen doppelten Geschichtsbucheintrag: Er war mit seinem Treffer zum 1:1 maßgeblich am ersten Champions-League-Punkt der Vereinshistorie beteiligt.

Markierte den ersten Champions-League-Treffer für die Young Boys Bern: Guillaume Hoarau. Foto: imago/Geisser
MANUEL GEISSER
Markierte den ersten Champions-League-Treffer für die Young Boys Bern: Guillaume Hoarau. Foto: imago/Geisser

Der Trainer des Abends:

Hier kann es nur einen geben: Jose Mourinho. Der Coach von Manchester United sorgte mal wieder für Gesprächsstoff – und das bereits vor dem Anpfiff gegen Juventus Turin. Der Mannschaftsbus von Manchester stand im Stau vor dem Old Trafford. Mourinho zeigte sich durchaus ungeduldig und verließ den Bus. Die letzten Meter ging der Portugiese zu Fuß. "Ich bin mit einem Kapuzenpullover dorthin gelaufen, mitten unter den Fans. Niemand hat mich erkannt", erklärte der United-Trainer gegenüber BT Sport.

Die Tweets des Abends:

Natürlich ist auch am Champions-League-Abend die legendäre Pressekonferenz der Bayern-Bosse Thema. So wird auch gerne mit einer großen Portion Ironie die erste, sehr blasse Halbzeit der Münchener in Athen beschrieben.

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Eine schöne Geste der Gästefans: Die Anhänger von Benfica Lissabon reisten mit einem ganz besonderen Plakat zu Ajax Amsterdam. "Stay strong Nouri" – "Bleib stark Nouri" hielten die Portugiesen im Fanblock hoch. Gemeint war der Ajax-Spieler Abdelhak Nouri, der im Testspiel gegen Werder Bremen einen Herzstillstand erlitt und infolgedessen in ein Koma fiel. Mittlerweile ist der Spieler aus dem Koma erwacht, der Heilungsprozess dauert jedoch weiter an.

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Was sich die Abwehrspieler bei der TSG Hoffenheim während des 3:3 gegen Olympique Lyon für Patzer leisteten, ist nicht zu erklären. Ein Bild sagt da mehr als tausend Worte.

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Die Stimmen zu den deutschen Spielen:

Arjen Robben (FC Bayern München): "Die Bedingungen waren ganz schwer, der Ball ist viel gesprungen. In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt, aber der letzte Pass hat gefehlt. Der Trainer hat gesagt, dass Athen irgendwann nachlassen wird. Wir haben dann unsere Chancen genutzt und 2:0 gewonnen, das ist sehr wichtig. Wir müssen unsere Spiele gewinnen. Wenn man verliert, ist alles schlecht und man hat viele Feinde. Dann ist es die Kunst, ruhig zu bleiben. Wir wollen bis zur Winterpause alle Spiele gewinnen, die Qualität haben wir."

Niko Kovac (Trainer, FC Bayern München): "Ich finde, wir haben heute ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht. Es ist ja nicht so, dass man nach Athen fährt und 4:0 oder 5:0 gewinnt. Ich finde, wir haben dominiert und haben uns in der ersten Halbzeit ein, zwei gute Chancen erspielt. Da wollte der Ball nicht rein. In der zweiten Halbzeit haben wir noch einen Ball auf der Linie gehabt. Der Sieg ist voll und ganz verdient, auch spielerisch war es eine sehr gute Leistung. Wir haben den Ball gehabt, er wollte nicht rein."

Julian Nagelsmann (Trainer, TSG Hoffenheim): "Wir haben eigentlich drei Eigentore geschossen. Leider haben wir ein bisschen zu wenig Tore erzielt aus der Überlegenheit. Das ist ein guter Punch, der tabellarisch vielleicht noch Bedeutung hat."

Oliver Baumann (TSG Hoffenheim): "Wir haben überragend nach vorn gespielt. Wie wir die Tore kriegen, ist ein bisschen unglücklich. Nach dem Spielverlauf sind Emotionen normal."

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