Sexismus-Vorwürfe zum 125. Geburtstag : Skandal beim FC Basel: Spieler essen, Spielerinnen kellnern

Der FC Basel sieht sich mit Sexismus-Vorwürfen konfrontiert.
Der FC Basel sieht sich mit Sexismus-Vorwürfen konfrontiert.

Während die Fußballprofis ein Drei-Gänge-Menü genossen, arbeiteten die Spielerinnen als Dienstpersonal.

shz.de von
23. November 2018, 17:35 Uhr

Basel | Das hat sich der schweizerische Fußballverein FC Basel sicherlich anders vorgestellt: Zum 125. Bestehen des Vereins gab es keine Glückwünsche sondern einen waschechten Shitstorm im Internet. Allerdings hat der Verein während seiner 125. Geburtstagsfeier auch alles dafür getan, um weltweite Aufmerksamkeit zu ergattern. Denn während die männlichen Fußballprofis das Menü genossen, mussten die Spielerinnen als Dienstpersonal den Abend verbringen.

Tatsächlich waren die Spielerinnen gar nicht erst zur Jubiläumsfeier eingeladen, sie wurden vom Verein lediglich gebeten, als Dienstpersonal zu arbeiten. Das bestätigte der FC Basel gegenüber "CNN" und der "BBC". Die knapp 1250 geladenen Gäste genossen ein Drei-Gänge-Menü.

Ein Fest für alle soll folgen

"Außer unserer ersten Mannschaft, dem Klub-Vorstand und dem Management war keine Abteilung zu diesem Abend geladen", heißt es in einer Mitteilung des FC Basel. "Es wird ein weiteres Jubiläumsfest exklusiv für alle unsere Mannschaften und Angestellte geben."

Kritik hagelte es aus der ganzen Welt. Vor allem über Twitter und Facebook ließen empörte Internetuser ihren Frust über diese Aktion freien lauf. "Hoffentlich dauert es nicht noch mal 125 Jahre mit der Gleichbehandlung von Frauen- und Männerteams", heißt es unter anderem auf Facebook. Es ist bei Weitem nicht der einzige Beitrag, der sich kritisch äußert.

Sandwiches im Nebenraum

Allerdings wurde während der Feierlichkeiten auch eine Tombola durchgeführt, deren Erlöse der Frauen- und Jugendfußballabteilung zugute kommen sollen. Außerdem heißt es bei "CNN" und der "BBC", dass die Spielerinnen nach getaner Arbeit Essen durften – Sandwiches im Nebenraum.

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