Verdacht auf Spielmanipulation : Belgischer Fußballskandal: Spielerberater und Trainer verhaftet

Der Spielerberater Mogi Bayat (rechts) sitzt in einem Polizeiauto, das die Büros des Ermittlungsrichters im Justizpalast in Tongeren verlässt. Der massive Betrugsskandal im belgischen Fußball weitet sich aus. Foto: dpa/Nicolas Maeterlinck/BELGA/
Der Spielerberater Mogi Bayat (rechts) sitzt in einem Polizeiauto, das die Büros des Ermittlungsrichters im Justizpalast in Tongeren verlässt. Der massive Betrugsskandal im belgischen Fußball weitet sich aus. Foto: dpa/Nicolas Maeterlinck/BELGA/

Mehrere Spielerberater gelten als zentrale Akteure im Korruptionsskandal im belgischen Fußball.

shz.de von
12. Oktober 2018, 10:17 Uhr

Brüssel | Im Zuge der Betrugsermittlungen im belgischen Fußball sind in der Nacht zum Freitag mehrere Verdächtige verhaftet worden. Wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete, wurden Haftbefehle unter anderem gegen die Spieler-Berater Dejan Veljkovic, Mogi Bayat und Karim Mejjati erlassen. Die Agenten gelten laut Medienberichten als zentrale Akteure der Affäre.

Weiterlesen: Korruption im belgischen Fußball: 29 Festnahmen, Spiele manipuliert

Gegen den Schiedsrichter Bart Verten und gegen Dragan Siljanoski, den Ex-Manager von Brügge-Trainer Ivan Leko, wurden ebenfalls Haftbefehle erlassen. Leko selbst war bei einer Großrazzia am Mittwoch festgenommen worden.

Der Trainer des Fußballvereins FC Brügge, Ivan Leko (mitte), und der Rechtsanwalt Walter Van Steenbrugge, kommen zum Büro des Untersuchungsrichters. Foto: dpa/Nicolas Maeterlinck/BELGA
dpa/Nicolas Maeterlinck/BELGA
Der Trainer des Fußballvereins FC Brügge, Ivan Leko (mitte), und der Rechtsanwalt Walter Van Steenbrugge, kommen zum Büro des Untersuchungsrichters. Foto: dpa/Nicolas Maeterlinck/BELGA

Erstliga-Partie manipuliert?

Wegen des Verdachts auf Geldwäsche, Korruption und organisierte Kriminalität hatte die Polizei Dutzende Gebäude in Belgien und im Ausland durchsucht und mehrere Personen festgenommen. Von den Ermittlungen sind Topclubs wie Dortmunds Champions-League-Gegner FC Brügge oder der RSC Anderlecht betroffen.

Die belgische Bundesstaatsanwaltschaft äußerte außerdem den Verdacht, dass zwei Erstliga-Partien der Saison 2017/2018 manipuliert worden seien. Dabei habe sich um Manipulationen im Abstiegskampf zu Gunsten des FC Mechelen gehandelt.

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