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Boxer in Flensburg : Freund erinnert sich: Als ich mit Wladimir Klitschko beim Discounter einkaufen war

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Klitschko kämpfte in der Saison 1996/97 für einen Flensburger Boxclub.

Flensburg | Wirklich überraschend kam Wladimir Klitschkos Rücktritt für Harald Uhr nicht. „Er hat mich vor ein paar Wochen sogar gefragt, was ich davon halten würde“, sagt der Geschäftsführer des Fußball-Regionalligisten SC Weiche Flensburg 08 im Gespräch mit shz.de. Die beiden Sportverrückten verbindet eine mehr als 20-jährige Freundschaft, Uhr hatte den jüngeren der beiden Klitschko-Brüder 1996 über Umwege nach Flensburg gelotst.

Der seinerzeit schon sehr erfolgreiche Ukrainer trat in der Saison 96/97 für den Box-Bundesligisten BC Flensburg an. Insgesamt acht Kämpfe bestritt Klitschko für die Nordlichter – „acht Mal ging er als K.o.-Sieger aus dem Ring“, erinnert sich Uhr. 10.000 Mark kassierte der damals  20-Jährige – für die gesamte Saison.

Gelebt hat Klitschko in einer bescheidenen kleinen Wohnung in der Flensburger Eiderstraße. „Wir sind  immer zusammen bei Aldi  einkaufen gewesen“, berichtet Uhr. Meistens hätten Dosengerichte im Einkaufswagen gelegen.

Erinnerungen, die verbinden –  und die erklären, warum Uhr auch heute noch ins Schwärmen gerät, wenn er von Wladimir Klitschko erzählt. „Für mich ist er einer der liebsten und hervorragendsten Menschen, die ich kenne“, sagt Uhr, der den Ausnahmeboxer erst vor drei Wochen in der Hamburger Elbphilharmonie getroffen hat.

Er könne sich nicht daran erinnern, dass Klitschko irgendwann einmal einen Autogrammwunsch abgelehnt habe. Hochnäsigkeit oder Arroganz seien dem Megastar immer fremd gewesen. „Wladimir ist bis heute der große Junge mit dem Schalk im Nacken.“ Und was sagt Uhr zu Klitschkos Rücktritt? „Ich kann das nachvollziehen. Er hat all seine Ziele erreicht und muss der Welt doch nichts mehr beweisen.“

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erstellt am 04.Aug.2017 | 10:55 Uhr

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