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Handball Bundesliga : Ernüchternder Saisonauftakt für die Handball Nordclubs

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SG Flensburg-Handewitt und der THW Kiel zählten zu den Meisterkandidaten doch der Erfolg lässt noch auf sich warten.

shz.de von
erstellt am 11.Sep.2017 | 13:15 Uhr

Kiel/Flensburg | Vier Spiele und nur zwei Siege: Für die beiden Nordclubs in der Handball-Bundesliga läuft es noch lange nicht rund. Viel Zeit zur Besserung bleibt nicht. Nach den Ligaspielen am kommenden Donnerstag startet am Wochenende die Champions League.

So haben sich die Handballer des Rekordmeisters THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt den Start in die neue Bundesliga-Saison mit Sicherheit nicht vorgestellt. Nach vier Spielen haben die beiden Nordclubs, die im Vorfeld zu den ganz heißen Meisterkandidaten gezählt wurden, nur jeweils zwei Siege auf dem Konto. Das 25:29 am Sonntag bei der MT Melsungen war für die „Zebras“ ebenso die zweite Pleite wie das 22:25 der Flensburger beim SC DHfK Leipzig. Mit 4:4 Punkten stehen die Flensburger auf dem enttäuschenden achten Rang. Die Kieler sind Neunter.

Spielerausfall

„Wir müssen mit den Spielern, die wir haben, eine ordentliche Leistung auf die Platte bringen“, sagte THW-Linkshänder Steffen Weinhold nach dem Spiel in Nordhessen. Aber genau das passierte nicht. Die Melsunger, bei denen mit den verletzten Müller-Zwillingen Michael und Philipp zwei wichtige Stützen in Angriff und Abwehr fehlten, übernahmen früh das Kommando und bestimmten das Spiel.

Nach dem 7:7 rannten die „Zebras“ der MT hinterher. „Wir haben zu viele technische Fehler gemacht und Melsungen so zu Tempogegenstößen eingeladen. Insgesamt waren wir nicht clever genug. Auch nicht, als wir alles versucht haben, um noch einmal heranzukommen“, sagte Weinhold nach der zweiten Schlappe in Serie.

Gerüchte um einen Wechsel

Die ständigen Wechselgerüchte um THW-Keeper Andreas Wolff, der eigentlich bis 2019 in Kiel unter Vertrag steht, aber immer wieder mit Spitzenclubs wie Telekom Veszprem (Ungarn) und Vive Kielce (Polen) in Verbindung gebracht wird, seien laut Weinhold „kein Thema in der Mannschaft“. Auch das Fehlen von Spielmacher Domagoj Duvnjak, der nach seiner Knie-Operation noch in der Reha steckt, mache sich nicht negativ bemerkbar: „Natürlich wollen wir, dass 'Dule' zurückkommt, aber er braucht eben noch Zeit“, sagte Weinhold.

Der Flensburger Trainer Maik Machulla war zwar mit „Aggressivität und Einstellung“ seines Teams im Spiel gegen Leipzig einverstanden, haderte aber mit der Chancenverwertung gegen den starken DHfK-Keeper Milos Putera. Gerade die erfahrenen Spieler wie Holger Glandorf hätten in der entscheidenden Phase „die Hütten nicht gemacht“. So blieb die SG bislang in beiden Auswärtsspielen sieglos.

Viel Zeit, um in die Erfolgsspur zu kommen, haben beide Nordclubs nicht. Schon am Donnerstag steht für den THW das Heimspiel gegen den SC DHfK Leipzig auf dem Programm. Am Sonntag kommt es beim Auftakt der Champions-League-Vorrunde zum Gipfeltreffen mit dem französischen Spitzenclub Paris St. Germain. Flensburg empfängt am Donnerstag den HC Erlangen zum Liga-Duell und am Samstag den dänischen Meister Aalborg HB in der europäischen Königsklasse.

Für Steffen Weinhold ist die Erfolgsformel für die nähere Zukunft einfach. Auf die Frage, was nun zu tun ist, antwortete der 31-Jährige lapidar: „Gewinnen.“ Und für Maik Machulla steht fest: „Wir hören nicht auf, wir machen weiter und werden zurückkommen.“

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