Unterschlagung und Weiterverkauf : Ermittlungen gegen Kolumbiens Verbandspräsident wegen Ticket-Skandal

Der Kolumbianer Ramon Jesurun (Mitte, zwischen Gianni Infantino (r.) und Arturo Salah) steht im Fokus der Ermittler.
Der Kolumbianer Ramon Jesurun (Mitte, zwischen Gianni Infantino (r.) und Arturo Salah) steht im Fokus der Ermittler.

Bei acht WM-Qualifikationsspiele Kolumbiens sollen Eintrittskarten zu überhöhten Preisen weiterverkauft worden sein.

shz.de von
01. August 2018, 08:33 Uhr

Bogota | Gegen den kolumbianischen Fußball-Verbandspräsidenten und FIFA-Council-Mitglied Ramon Jesurun laufen Ermittlungen wegen des Verdachts auf Unterschlagung und Weiterverkauf von Tickets. Bei acht der neun WM-Qualifikationsspiele Kolumbiens sollen Eintrittskarten zu überhöhten Preisen weiterverkauft worden sein, wie die zuständige Aufsichtsbehörde der Industrie- und Handelskammer mitteilte.

Einer von 18 Verdächtigen

Jesurun, der auch Vize-Präsident des südamerikanischen Verbandes CONMEBOL ist, ist demnach einer von insgesamt 18 Verdächtigen, gegen die ermittelt wird. Auch sein Vorgänger Luis Bedoya und Ligapräsident Jorge Perdomo stehen im Visier der Ermittler. Der kolumbianische Verband erklärte in einer Stellungnahme, er respektiere die Entscheidungen der Behörden, arbeite eng mit ihnen zusammen und sehe sich selbst als erstes Opfer solcher Aktivitäten.

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Die Ermittlungen in dem Fall liefen seit September 2017. Insgesamt geht es um mehr als 42 000 Tickets, deren Preise beim Weiterverkauf teilweise um bis zu 350 Prozent erhöht worden sein sollen.

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