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Eishockey in Hamburg : Die Freezers lösen sich als Verein auf

vom
Aus der Onlineredaktion

Nachdem es keine DEL-Lizenz mehr gibt, sei die „Vereinsauflösung unausweichlich“. Einstimming entscheiden sich die Mitglieder dafür. Doch die Wehmut ist groß.

shz.de von
erstellt am 23.Jun.2016 | 13:19 Uhr

Hamburg | Das Kapitel Hamburg Freezers ist endgültig beendet. Einen Monat nach der Entscheidung der Anschutz Entertainment Group als Besitzer, den hanseatischen Club aus der Deutschen Eishockey-Liga zurückzuziehen, wurde auf einer Mitgliederversammlung die Auflösung des Hamburg Freezers e.V. beschlossen. Darüber informierte der Förderverein der Freezers am Donnerstag in einer Pressemitteilung.

Die Sportstadt Hamburg erlebt eine triste Zeit: Erst scheitert die Olympia-Bewerbung 2024, dann melden die HSV-Handballer Insolvenz an, die VTA Volleyballerinnen steigen freiweiillig ab und die Hamburg Freezers verschwinden für immer. Damit bleiben noch der HSV und der FC St. Pauli als Clubs, die höherklassigen Sport betreiben.

„Mit der Auflösung des Profiteams und der Freezers-Geschäftsstelle ist unserer Vereinsarbeit die Basis verloren gegangen. Für die operative Arbeit fehlen uns die personellen Ressourcen. Daher war die Vereinsauflösung unausweichlich“, sagte Andreas Mattner. Er stand dem Hamburg Freezers e.V. seit 2005 als Präsident vor.

Der Förderverein habe mehr als ein Jahrzehnt „maßgeblich daran mitgewirkt, die Marke der Freezers in der Stadt zu etablieren sowie die Rahmenbedingungen für die Profis zu optimieren und für den eigenen Eishockey-Nachwuchs zu schaffen“, erklärte Mattner. „Die Entscheidung der Mitglieder erfolgte zwar einstimmig, jedoch mit großer Wehmut. Sehr gern hätten wir weiter unsere Mission verfolgt.“ Freezers-Besitzer AEG hatte die Frist zur Lizenzbeantragung am 24. Mai verstreichen lassen und damit das Aus der seit 2002 existierenden „Eisschränke“ perfekt gemacht.

AEG begründete die Entscheidung damit, sich aus wirtschaftlichen Gründen in der DEL künftig allein auf den weit erfolgreicheren Rekordmeister Eisbären Berlin zu konzentrieren. 2,5 Millionen Euro pro Jahr soll das Freezers-Defizit betragen haben.

Dieses Haushaltsloch wollten die Amerikaner mit ihrem weltumspannenden Unternehmen aus der Sport- und Unterhaltungsbranche nicht mehr stopfen. Daran änderte auch eine spektakuläre Aktion nichts mehr, bei der innerhalb von sechs Tagen rund 1,2 Millionen Euro an Spenden zusammenkamen.

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