French-Open-Halbfinalist : Das dunkle Kapitel von Italiens Tennisheld Marco Cecchinato

Cecchinato spielt bei den French Open das beste Tennis seiner Karriere. Doch über seinem Erfolg liegt ein Schatten.
Pure Freude beim Italiener Marco Cecchinato nach seinem Sieg über Novak Djokovic im Viertelfinale der French Open.

Cecchinato spielt bei den French Open das beste Tennis seiner Karriere. Doch über seinem Erfolg liegt ein Schatten.

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08. Juni 2018, 06:43 Uhr

Hamburg | Ein Italiener im Halbfinale der French Open 2018 – das gab es zuletzt im Jahr 1978. Auf seinem Weg dorthin bezwang Marco Cecchinato sogar die ehemalige Nummer 1 der Tenniswelt, Novak Djokovic. Jetzt trifft die Nummer 72 der Weltrangliste auf den Österreicher Dominic Thiem. Nur noch ein Sieg und er steht im Finale von Roland Garros.

Vorwurf: Wettbetrug

Vor zwei Jahren schien ein solcher Erfolg Cecchinatos allerdings undenkbar. 2016 sperrte der italienische Verband ihn für 18 Monate und verhängte eine Geldstrafe von 40.000 Euro. Der Vorwurf: Wettbetrug. Der Mann aus Palermo soll Partien absichtlich verloren haben. Ein Bekannter hätte mit Wetten auf seine Niederlagen ordentlich abkassiert. Doch wegen eines Formfehlers im Verfahren wurde das Urteil im Dezember 2016 aufgehoben.

„Ich will darüber nicht reden“

Die Karriere des 25-Jährigen nahm Fahrt auf und brachte ihn jetzt ins Halbfinale des prestigeträchtigen Grand-Slam-Turniers. Auf die Vergangenheit angesprochen sagte Cecchinato in den vergangenen Tagen nur: „Ich will darüber nicht reden“.

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