Nach Hasenhüttl-Aus : Bundesliga-Trainer-Karussell: Diese Positionen sind ungeklärt

<p>Noch Trainer beim französischen Erstligisten OGC Nizza, bald verantwortlich als Coach beim BVB? Lucien Favre</p>
Foto:

Noch Trainer beim französischen Erstligisten OGC Nizza, bald verantwortlich als Coach beim BVB? Lucien Favre

Nach dem Aus von Hasenhüttl bei RB Leipzig suchen einige Bundesligisten noch einen Trainer für die kommende Saison.

shz.de von
16. Mai 2018, 15:22 Uhr

Das Trainer-Karussell in der Bundesliga nimmt unmittelbar nach Saisonende Fahrt auf: Nach dem sich am Mittwoch auch RB Leipzig vorzeitig von Trainer Ralph Hasenhüttl trennte, steht aktuell bei vier Vereinen nicht fest, wer in der kommenden Saison auf der Bank sitzt. Eintracht Frankfurt löste sein Trainerproblem am Mittwoch und verpflichtete den Österreicher Adi Hütter als Nachfolger von Niko Kovac.

Borussia Dortmund steht angeblich kurz vor einer Einigung mit Wunschtrainer Lucien Favre. Einen neuen Trainer könnte es auch in Wolfsburg geben, denn Bruno Labbadia sitzt bei den Niedersachsen alles andere als fest im Sattel. Relegations-Gegner Holstein Kiel scoutet ebenfalls nach einem neuen Coach, da sich Markus Anfang im Sommer zum Absteiger 1. FC Köln verabschiedet.

Hier ein Überblick, wie es bei den betroffenen Vereinen aktuell aussieht:

Borussia Dortmund – Favre im Anflug?

Bei den Westfalen gehen die Verantwortlichen eigentlich davon aus, dass Wunschtrainer Lucien Favre in der kommenden Saison auf der Bank sitzen wird. Eine Vollzugsmeldung scheint nur noch Formsache zu sein. Doch Favre äußerte sich zuletzt etwas zurückhaltend über ein mögliches Engagement bei den Schwarz-Gelben: „Das sind nur Gerüchte und Spekulationen. Ich kümmere mich nur um mein Team hier“, sagte er der „Sport Bild“.

Der Ex-Coach von Hertha BSC und Borussia Mönchengladbach besitzt allerdings eine Ausstiegsklausel beim Klub von der Cote d'Azur. Aus Frankreich ist zu hören, dass der OGC Nizza eine Ablöse für Favre fordert, da der noch ein Jahr bei den Südfranzosen unter Vertrag steht. Laut Angaben der französischen „L'Equipe“ stehen drei Millionen Euro Ablöse im Raum. 

Da in Frankreich erst am kommenden Wochenende der letzte Spieltag auf dem Programm steht, wird die offizielle Verkündung des Wechsels wohl diese Woche nicht mehr verkündet. Eine weitere Option könnte der in Leipzig entlassene Hasenhüttl werden, der selbst um seine Vertragsauflösung bei den Sachsen gebeten hatte.

RB Leipzig – kommt Rose aus Salzburg?

Nach dem sich der Verein am Mittwoch von Trainer Ralph Hasenhüttl getrennt hat, brauchen auch die Leipziger einen neuen Coach. Die einfachste Lösung wäre für RB, wenn Ralf Rangnick das Amt übernehmen würde. Rangnick hat das nötige Know-How, hatte aber immer wieder betont nicht unbedingt wieder täglich auf dem Trainingsplatz stehen zu wollen. Außerdem wäre es für den Leipziger Fußball-Boss eine zusätzliche Belastung. Er wäre Sportchef und Trainer in Personalunion. Gehandelt wurde in den letzten Tagen auch immer wieder Marco Rose vom Schwester-Verein RB Salzburg. Der 41-Jährige ist nach dem starken Auftritt mit dem Salzburgern in der Europa-League (knappes Halbfinal-Aus) in aller Munde und soll auch beim BVB im Gespräch sein.

<p>Trainer Bruno Labbadia will mit dem VfL Wolfsburg den Abstieg in die 2. Bundesliga verhindern.</p>
Foto: imago/regios24

Trainer Bruno Labbadia will mit dem VfL Wolfsburg den Abstieg in die 2. Bundesliga verhindern.

VfL Wolfsburg – bleibt Labbadia als Retter?

Die Lage des VfL Wolfsburg ist derzeit alles andere als übersichtlich. Nach einer verkorksten Saison müssen die Wolfsburger am Donnerstag in der Relegation gegen Holstein Kiel antreten. Der Ausgang des Duells mit dem Zweitligisten wird wohl auch über das Schicksal von Trainer Bruno Labbadia entscheiden. Sollte der VfL in die 2. Bundesliga absteigen, wird Labbadia wohl kaum eine Zukunft haben.

Aber auch beim Klassenerhalt ist der Verbleib des Ex-HSV-Coach (Vertrag bis 2019) alles andere als sicher, zu uninspiriert und unkonstant waren die Leistungen der Wölfe unter seiner Führung – nur zwei Siege und drei Unentschieden kann der Coach seit Amtsantritt auf der Haben-Seite verbuchen. 

Holstein Kiel – wer beerbt Markus Anfang?

Der scheidende Trainer Markus Anfang will mit Holstein Kiel den Aufstieg in die Bundesliga schaffen und den Durchmarsch vollenden. Anfang wechselt zur kommenden Saison zum 1. FC Köln, seit der Verkündung des Weggangs im April suchen die Verantwortlichen der „Störche“ nach einem Ersatz. Lange Zeit war HSV-Coach Christian Titz im Gespräch, doch der wird wahrscheinlich mit den Hamburgern den schweren Gang in die 2. Liga mitmachen.

Für Sportvorstand Ralf Becker ist die Fahndung nach einem neuen Chefcoach aktuell noch schwierig, da der Verein noch nicht weiß, in welcher Liga er in der kommenden Saison spielen wird. Einen Favoriten für die Anfang-Nachfolge gibt es aktuell nicht. Außerdem wird Becker mit dem HSV in Verbindung gebracht und könnte zur neuen Saison Sportchef bei den Hamburgern werden. 

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen