Nach HSV-Abstieg : Bürgermeister Tschentscher: Hamburg weiter Sportstadt

<p>Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher war am Sonntag im Stadtteil Klein-Flottbek und schaute sich das 89. Deutsches Spring- und Dressur-Derby an. </p>

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher war am Sonntag im Stadtteil Klein-Flottbek und schaute sich das 89. Deutsches Spring- und Dressur-Derby an.

Hamburgs Bürgermeister ist davon überzeugt, dass der HSV schnell wieder in die Bundesliga zurückkehren wird.

shz.de von
14. Mai 2018, 07:34 Uhr

Die Millionen-Metropole Hamburg ist keine Bundesliga-Stadt mehr. Der erstmalige Abstieg des Hamburger SV aus der Fußball-Eliteliga kratzt laut Bürgermeister Peter Tschentscher trotzdem nicht am sportlichen Image der Hansestadt.

Der Abstieg des Hamburger SV aus der Bundesliga hat dem Image Hamburgs als Sportstadt nach Ansicht von Bürgermeister Peter Tschentscher nicht geschadet. "Der Fußball ist ein populärer Sport. Aber wir haben Veranstaltungen wie das weltbekannte Spring-Derby. Wir haben andere Sportarten, bei denen wir international sehr beachtet werden", sagte der SPD-Politiker am Sonntagabend nach Abschluss des Derby-Turniers in Klein Flottbek. Deshalb glaube er, "passt weiterhin der Titel Active City, wie wir das nennen, oder Sportstadt Hamburg".

Nach dem erstmaligen Abstieg des HSV aus der Bundesliga nach 55 Jahren hat die Millionen-Metropole an der Elbe keinen Erstligisten mehr in einer der bedeutenden Mannschafts-Sportarten Fußball, Handball, Eishockey oder Basketball. Zu den großen Spitzensport-Veranstaltungen in der Stadt zählen unter anderem die Cyclassics im Radsport, die World Triathlon Series, der Ironman und das Derby-Turnier.

Immerhin hat die Hansestadt im HSV und im FC St. Pauli nun zwei Fußball-Zweitligisten. "Das ist ja auch nicht selbstverständlich, dass wir zwei Vereine haben, die so guten Fußball spielen können", meinte Tschentscher.

Er glaubt in jedem Fall an die schnelle Rückkehr des Hamburger SV in die 1. Liga. "Alle haben den Willen, die Zuversicht und die Energie, an dem Projekt Wiederaufstieg zu arbeiten. Ich bin ziemlich sicher, dass das gelingt", sagte der 52-Jährige.

Die Befürchtung, dass andere Attraktionen in Hamburg wie die Elbphilharmonie den Sport in den Schatten stellen könnte, sieht Tschentscher nicht. "Das steht nicht gegeneinander. Das eine ergänzt das andere", meinte er. "Also Sport und Musik sind Dimensionen, die neben dem harten Arbeiten in der Wirtschaft, der Wissenschaft Lebensqualität, Lebensmut und Optimismus vermitteln."

Das sei etwas, "was uns als Hansestadt seit Jahrhunderten ausmacht", sagte er weiter: "Ein positiver Blick auf die Zukunft, keine Jammer-Haltung, sondern Optimismus zu vermitteln." Und der werde auch mit Sportveranstaltungen sehr gut gezeigt.

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