Die Stimmen zum Abstieg : Bekenntnis unter Tränen: Sakai verlängert beim HSV

<p>Gotoku Sakai war sichtlich ergriffen nach dem Abpfiff und dem damit verbundenen Abstieg. </p>

Gotoku Sakai war sichtlich ergriffen nach dem Abpfiff und dem damit verbundenen Abstieg.

Der HSV-Kapitän Gotoku Sakai wirkte nach dem ersten Abstieg tieftraurig. Unter Tränen gab er seine Verlängerung bekannt.

shz.de von
12. Mai 2018, 19:50 Uhr

Hamburg | Sakai, dessen Vertrag nach der Saison ausläuft, musste tief durchatmen, Tränen standen dem Japaner in den Augen. Tapfer stellte er sich den Fragen der Journalisten in der Mixed-Zone des Volksparkstadions. Der Abstieg ging ihm sichtlich nahe. Auf die Frage, ob er denn auch in der 2. Bundesliga beim HSV spielen würde, antworte er mit einem deutlichen "ja".

Kyriakos Papadopoulos, Verteidiger: "Wir leiden. Der Abstieg tut mir sehr leid für den Verein, für die Leute, die hier sind. Das ist der große HSV, das müssen wir schnell abhaken. Die Frage, ob ich auch in der 2. Bundesliga spiele, passt jetzt nicht. Ich will nicht darüber reden. Ausgeschlossen ist nichts, ich habe einen Vertrag für die 2. Bundesliga. Die Enttäuschung ist richtig groß. Ich finde, dass der Trainer zu spät gekommen ist. Wir haben in den letzten acht Spielen 13 Punkte geholt. Wir sind selber schuld. Trotzdem ist die Unterstützung der Fans Wahnsinn, das habe ich so noch nie erlebt. Das ist nicht normal. Ich bin davon überzeugt, dass der HSV wieder direkt aufsteigt. Christian Titz muss beim HSV bleiben, seine Arbeit ist überragend. Er ist der Hauptgrund, weshalb wir die letzten acht Spiele so gespielt haben. Er hat eine Spielidee, einen Plan."

Frank Wettstein, Vorstandsvorsitzender...

...zu den Ausschreitungen kurz vor dem Abpfiff: "Für die unschönen Szenen habe ich kein Verständnis, das bleibt ein Stück weit hängen. Hängen bleibt aber auch, dass der überwiegende Teil im Stadion sich davon distanziert hat. Alles ist von den Kameras überwacht. Sowas lässt sich leider nicht verhindern, aber die Ordnungskräfte haben es gut gemacht und hatten die Situation unter Kontrolle. Das hat man bei anderen Klubs noch ganz anders gesehen. Das ist uns erspart geblieben."

<p>Großer Polizeieinsatz vor der Nordtribüne.</p>
Imago/Agentur 54 Grad

Großer Polizeieinsatz vor der Nordtribüne.

 

...zum Spiel: "Mit dem guten Start ist man schon überwiegend geprägt von Hoffnung. Letztlich guckt man mit einem Auge nach Wolfsburg. Da war es Mitte der zweiten Halbzeit klar, dass es Köln nicht mehr drehen wird. Ich bin stolz drauf, dass die Mannschaft es trotzdem zu Ende gebracht hat. Sie hat verdient gewonnen."

...zur Zukunft: "Erst einmal sind wir traurig und verbittert. Jetzt ist der falsche Moment, um zu klären, wie wir aufgestellt sind. Wir werden mit allen Spielern Gespräche führen. Wir wollen ihnen klar zu erkennen geben, was wir von ihnen im nächsten Jahr erwarten. Am Sonntag werden wir mit allen Gespräche führen."

Gotoku Sakai, dessen Vertrag ausläuft...

...zum Abstieg: "Es tut uns richtig weh. Mir persönlich auch. Wir haben in den letzten Wochen richtig Gas gegeben, damit wir unser Ziel erreichen. Wir haben uns alle gemeinsam durchgebissen gegen Gladbach. Momentan ist es schwer zu akzeptieren. Ich persönlich habe keine Ergebnisse aus Wolfsburg mitbekommen, das wollte ich auch nicht wissen. An der Reaktion der Fans habe ich gemerkt, dass es schiefgelaufen ist. Ich bin sehr stolz auf meine Mitspieler und mein Trainerteam."

zur 2. Bundesliga...: "Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Herr Titz aus dieser guten Grundlage noch mehr machen kann. Wir haben Freude, Fußball zu spielen. Jetzt geht alles auf Null. Der Trainer ist für uns sehr sicher, für mich auch. Diesen Teamgeist brauchen wir für die nächste Saison."

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