Verteidiger vor Bayern-Abschied : Welche Rolle spielt Rapper Jay Z beim Boateng-Wechsel?

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge würde Jérôme Boateng bei einem Abschied keine Steine in den Weg legen.
Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge würde Jérôme Boateng bei einem Abschied keine Steine in den Weg legen.

Jérôme Boateng und Bayern haben viele Titel geholt, doch sein Abschied naht. Das Management spielt wohl eine Rolle.

shz.de von
08. August 2018, 18:15 Uhr

München | Klingt komisch, scheint aber tatsächlich so zu sein: Der populäre US-Rapper und Ehemann von Popstar Beyoncé, Jay Z, soll mitverantwortlich für den vermeintlichen Abgang von Jérôme Boateng vom deutschen Rekordmeister FC Bayern München sein. Das meldet zumindest die Münchner tz.

Vor mehr als fünf Jahren, im Frühjahr 2013, gründete der große Sportfan Jay Z seine eigene Sport-Agentur "Roc Nation Sport" – ein Ableger seines Plattenlabels "Roc Nation". Unter seinen Klienten finden sich große Namen des US-Sports, wie Basketball-Star Kevin Durant vom NBA-Meister Golden State Warriors, oder Box-Olympiasieger und -Weltmeister Andre Ward.

Auf dem Weg zur Weltmarke

Knapp zwei Jahre später nahm er seinen ersten Fußballer unter Vertrag: Jérôme Boateng. Die Vorliebe des Weltmeisters für Gangster-Rap, eine auffällig lässige Attitude und urbane Mode ist hinlänglich bekannt, aber was wollte Boateng mit der Zusammenarbeit erreichen?

Ganz einfach: Er wollte zur globalen Marke werden – dabei sollte ihm Jay Z helfen. Schließlich hatte es der Rapper aus Brooklyn, New York, selbst vom Drogendealer zu einem der erfolgreichsten sowie bekanntesten Rapper der Welt und einem Privatvermögen von geschätzten 400 Millionen US-Dollar gebracht.
 

Related content

Bayern-Bosse äußern sich kritisch

In der Münchner Geschäftsstelle an der Säbener Straße war man von Beginn an nicht sonderlich erfreut über diese neue Zusammenarbeit und speziell die neuen Ambitionen des Innenverteidigers. So hatte sich Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge bereits 2016, als Jérôme Boateng vom Männermagazin "GQ" zum Mann des Jahres gekürt wurde, kritisch zu den Tätigkeiten des Bayern-Stars außerhalb des Fußballfeldes geäußert, die schon damals vom US-Rapper und Manager Boatengs stark vorangetrieben wurden.

Nach Informationen der "tz" soll man in sich bei den Bayern schon zum Ende der Saison 2016/2017 zu einem Verkauf des heute 29-Jährigen entschlossen haben, sollte eine angemessene Offerte ins Haus flattern. Diese blieb jedoch wohl aus, bis jetzt. Angeblich sollen sowohl Manchester United als auch Paris Saint Germain Interesse an den Diensten Boatengs haben.

Und in München wäre man von einem Boateng-Abschied wohl recht angetan – sollte sich die Ablöse um die 50 Millionen Euro bewegen. Rummenigge konnte sich vor der Abreise des FC Bayern in die USA einen Seitenhieb in Richtung Boateng-Management auch nicht verkneifen, indem er darauf verwies, dass Boateng ja zwei Berater hätte. Der eine ist Ex-Bayernspieler Christian Nerlinger – und der andere Rapper Jay-Z.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen