Kroatiens Trainer enttäuscht : "In einem WM-Finale gibst du so einen Elfmeter nicht"

Fairer Verlierer: Kroatiens Nationaltrainer Zlatko Dalic.
Fairer Verlierer: Kroatiens Nationaltrainer Zlatko Dalic.

Kroatiens Nationaltrainer ist über die Schiedsrichter-Leistung beim WM-Finale enttäuscht. Weitere Stimmen zum Endspiel.

shz.de von
15. Juli 2018, 21:23 Uhr

Moskau | Aus Sicht des kroatische Fußball-Nationaltrainers Zlatko Dalic war die umstrittene Strafstoß-Entscheidung per Videobeweis im WM-Finale nicht richtig. "Ich kommentiere nie Schiedsrichter-Entscheidungen", sagte er nach dem 2:4 am Sonntag im Moskauer Luschniki-Stadion gegen den neuen Weltmeister Frankreich und fügte dann hinzu: "In einem WM-Finale gibst du so einen Elfmeter aber nicht."

Schiedsrichter Nestor Pitana aus Argentinien hatte nach dem Studium der Videobilder auf Handspiel von Kroatiens Ivan Perisic und Elfmeter für Frankreich. Den Elfmeter hatte Antoine Griezmann in der 38. Minute zum 2:1 für die Franzosen verwandelt. Der Schiedsrichter entscheide ja nur, was er sehe, betonte der 51-Jährige - er wollte seine vorangegangene Aussage nicht als Kritik am Referee verstanden wissen. Zudem betonte Dalic, dass das Zustandekommen des Elfmeters "in keiner Weise" den Sieg der Franzosen schmälere.

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Weitere Stimmen zum Spiel:

Didier Deschamps (Trainer Frankreich): "Es ist zu schön, es ist wunderbar für die Spieler, eine junge Generation. Wir haben viel Qualität an den Tag gelegt, mental und oft genug getroffen. Es war nicht immer einfach, aber weil sie zugehört haben, haben wir schwere Momente hinter uns gelassen."

Antoine Griezmann (Frankreich): "Ich weiß gar nicht, wo ich bin. Das Herz ist glücklich. Wir haben es geschafft, den Pokal nach Frankreich zu holen."

Davor Suker (Verbandschef Kroatien): "Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Ich habe viele Nachrichten bekommen, dass die Leute Kroatien bewundern. Wir haben drei Spiele mit Verlängerung gespielt, das ist in Wirklichkeit ein Spiel mehr. Trotzdem kann niemand sagen, dass die Spieler nicht ihr Leben gegeben hätten auf dem Platz. Ich möchte jetzt erstmal eine Woche an die Adria ans Meer und ausruhen. Ich bin tot - innen und außen."
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