Entscheidung ist gefallen : WM 2026 geht an amerikanisches Trio – Marokko guckt in die Röhre

Der Fifa-Kongress hat den Gastgeber für die WM 2026 gewählt. Foto: Alexander Zemlianichenko/AP/dpa
Der Fifa-Kongress hat den Gastgeber für die WM 2026 gewählt. Foto: Alexander Zemlianichenko/AP/dpa

Der Fifa-Kongress hat entschieden: Die erste WM mit 48 Teams wird in Amerika ausgespielt.

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13. Juni 2018, 10:04 Uhr

Moskau | Der Fußball-Weltverband FIFA und die Co-Gastgeber Mexiko und Kanada fürchten keinen negativen Einfluss durch US-Präsident Donald Trump auf die WM 2026 in den drei amerikanischen Ländern. „Ich bin nicht besorgt und am wenigsten über den Präsidenten der USA“, sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino am Mittwoch nach dem Kongress in Moskau. „Ich denke nicht, dass irgendwer versucht, die FIFA zu übernehmen.“ Trump wäre selbst bei einer Wiederwahl nur längstens bis Anfang 2025 im Amt.

Der Dreierbund hatte sich bei der Vergabe der ersten Weltmeisterschaft mit 48 Teilnehmern im Votum der FIFA-Mitgliedsverbände mit deutlichem Vorsprung auf Marokko durchgesetzt. US-Präsident Trump hatte sich unter anderem mit einer politischen Drohung an Länder, die sich für die Afrikaner entscheiden sollten, in den Wahlkampf eingemischt. „Ich habe das für nicht richtig gehalten“, sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel. Der klare Vorsprung bei der Wahl zeige aber, dass das keinen Einfluss gehabt habe. „Das deutliche Votum ist auch im Interesse des Sports gut. Ich kenne niemanden bei meinen Kollegen, auch über die UEFA hinaus, der so etwas gesagt hätte wie: Meine Heimatreagierung zwingt mich, anders zu entscheiden, als ich es gewollt habe.“

Trotz des angespannten politischen Verhältnisses der USA zu Mexiko und Kanada erwarten die Verbände keine Schatten auf den WM-Vorbereitungen. „Ich denke nicht, dass (Kanadas Premier Justin) Trudeau schwach ist“, sagte der kanadische Verbandschef Steve Reed mit Blick auf eine derartige Bemerkung Trumps über Trudeau.

Die Unterstützung, die ihre Bewerbung von allen drei Regierungen erhalten habe, sei überwältigend gewesen, betonte Reed. „Und Dinge kommen und gehen. Die Politik von heute muss nicht die Politik von morgen oder in fünf Jahren sein.“ Selbst wenn Trump wiedergewählt werden sollte, würde eine zweite Amtszeit vor WM-Beginn enden.

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