Zahlen und Fakten : WM 2018: Wer ist der jüngste Spieler und wer setzt nur auf heimische Profis?

Alle Spieler der englischen Nationalmannschaft spielen in der heimischen Premier League.
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Alle Spieler der englischen Nationalmannschaft spielen in der heimischen Premier League.

In wenigen Tagen beginnt die Weltmeisterschaft 2018 in Russland – hier finden Sie Daten und Fakten zu den Teams.

shz.de von
13. Juni 2018, 17:36 Uhr

Hamburg | Mit Mitte 30 machen sich die meisten Fußballer Gedanken über ihr Karriereende. Darüber kann der Ägypter Essam El-Hadary nur lachen. Er steht auch mit 45 Jahren zwischen den Pfosten. Wenn er bei der WM zum Einsatz kommen sollte, würde er den Kolumbianer Faryd Mondragón als ältesten Spieler ablösen. Der nahm im Alter von 43 Jahren und drei Tagen an der WM 2014 in Brasilien teil. Er trat allerdings kurz nach der WM 2014 aus der Nationalmannschaft zurück, weswegen er in diesem Jahr nicht dabei ist.

Könnte mit 45 Jahren der älteste Spieler werden, der je an einer WM teilgenommen hat: der Ägypter Essam El-Hadary. Foto: imago/Zuma Press
Foto: Islam Safwat
Könnte mit 45 Jahren der älteste Spieler werden, der je an einer WM teilgenommen hat: der Ägypter Essam El-Hadary. Foto: imago/Zuma Press

Von den älteren Herren zu den Jungspunden. An den Rekord von Norman Whiteside (17 Jahre und 41 Tage bei der WM 1982) kommt der voraussichtlich jüngste Spieler der WM 2018 nicht ran. Aber mit 19 Jahren und 161 Tagen wird der Australier Daniel Arzani der jüngste Teilnehmer des Turniers sein.

Den ältesten Trainer der WM stellt Uruguay mit seinem 71-jährigen Coach Oscar Tabarez. Jüngster Trainer ist der Senegalese Aliou Cissé, der mit 42 ganze 29 Jahre jünger ist als Tabarez.

Der Coach Uruguays, Oscar Tabarez, ist mit 71 Jahren der älteste Trainer der WM. Foto: dpa
Der Coach Uruguays, Oscar Tabarez, ist mit 71 Jahren der älteste Trainer der WM. Foto: dpa

Den ältesten Kader stellt bei der WM 2018 Costa Rica. Die Kader des südamerikanischen Landes ist im Durchschnitt 29,6 Jahre alt. Nigeria hat hingegen den jüngsten Kader: Die Spieler sind durchschnittlich 25,9 Jahre alt, dicht dahinter England und Frankreich mit einem Durchschnittsalter von 26,0 Jahren.

Messi weit vor Ronaldo

Wenn man über den wertvollsten Spieler nachdenkt, fallen einem wahrscheinlich direkt zwei Profis ein: Lionel Messi und Cristiano Ronaldo. Doch in dieser Kategorie hat der Argentinier die Nase vorn und mit ihm der Brasilianer Neymar. Bei Transfermarkt.de werden die Marktwerte von beiden auf rund 180 Millionen Euro geschätzt. Ronaldo liegt hingegen mit etwa 100 Millionen Euro "nur" auf Rang 9. Zum Vergleich: Der wertvollste deutsche Spieler ist mit 80 Millionen Euro Marktwert Toni Kroos, der damit weltweit auf Rang 20 liegt.

Beim FC Barcelona stehen die beiden wertvollsten Spieler der WM, Lionel Messi (links) und Neymar, zusammen auf dem Platz. Foto: imago/VI Images
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Beim FC Barcelona stehen die beiden wertvollsten Spieler der WM, Lionel Messi (links) und Neymar, zusammen auf dem Platz. Foto: imago/VI Images

Im wertvollsten Kader stehen allerdings weder Messi noch Neymar. Den stellt Frankreich mit einem Gesamtmarktwert von 1,08 Milliarden Euro. Abgeschlagen auf dem letzten Platz: Panama mit einem Gesamtmarktwert von 9,43 Millionen Euro.

England setzt auf Premier-League-Spieler

England setzt auf Heimstärke: Im Kader der Three Lions stehen nur Spieler aus der Premier League. Ganz anders in Schweden und Senegal: Alle Profis der beiden Kader sind außerhalb des Landes unter Vertrag.

Der FC Bayern München und Manchester United wurden als Vereine mit den meisten abgestellten Spielern abgelöst. In Brasilien 2014 waren je 15 Nationalspieler vom deutschen und englischen Rekordmeister dabei. In diesem Jahr stellt München lediglich elf Spieler und liegt damit sogar nur auf Platz 7. Die meisten Fußballer kommen in diesem Jahr wieder aus Manchester, jedoch nicht von United (zwölf) sondern vom Stadtrivalen, dem Premier-League-Meister Manchester City. Der Verein stellt 16 Spieler. Dahinter folgen Real Madrid (15) und der FC Barcelona (14).

Weniger Profis aus Deutschland

Auch bei den Ligen mit den meisten Abstellungen führt England – und das mit großem Abstand: 108 Profis von der Insel sind in Russland dabei. Spanien liegt in dieser Rangliste mit 78 Abstellungen auf Platz 2, gefolgt von Deutschland mit 68 Profis (davon sechs aus der 2. Liga) auf Rang 3. Das sind zehn weniger, als noch vor vier Jahren in Brasilien. (mit dpa)

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