Ex-Lübeck-Spieler : Schweinsteiger-Bruder: Überraschendes Aus beim FC Bayern

Tobias Schweinsteiger arbeitete seit 2015 als Trainer beim FC Bayern München. Foto: Imago/SvenSimon
Tobias Schweinsteiger arbeitete seit 2015 als Trainer beim FC Bayern München. Foto: Imago/SvenSimon

Einst kickte er für Lübeck und Braunschweig – jetzt wird Tobias Schweinsteiger beim FC Bayern vor die Tür gesetzt.

shz.de von
09. Juli 2018, 11:01 Uhr

München | Die Personalie Schweinsteiger spielt beim FC Bayern nun endgültig keine Rolle mehr: Drei Jahre, nachdem Weltmeister Bastian Schweinsteiger den Verein verlassen hat, trennt sich der Verein nun auch von dessen Bruder Tobias. Der 36-Jährige war in den vergangenen Jahren auf mehreren Trainerpositionen in den Nachwuchsmannschaften des Rekordmeisters aktiv, wurde nun aber von seinen Aufgaben entbunden, wie die "Welt" berichtet.

Obwohl sein Vertrag als Assistenzcoach der zweiten Mannschaft noch bis 2019 lief, legt man auf die Arbeit des vielversprechenden Trainertalents offenbar keinen Wert mehr. Schweinsteiger erreichte im vergangenen Jahr bei der Prüfung für die A-Trainerlizenz die volle Punktzahl - das war zuvor nur einem gewissen Thomas Tuchel gelungen. Er durchlief als Assistenztrainer mehrere Stationen bei den Münchnern, zuletzt arbeitete er als Co-Trainer der Regionalliga-Reserve des Bundesligisten.

Traurige Erinnerungen an Braunschweig

In der Sommerpause wurde Schweinsteiger mit Holstein Kiel in Verbindung gebracht. Dort arbeitet mittlerweile Schweinsteigers ehemaliger Boss Tim Walter - Schweinsteiger dagegen bekannte sich zum FC Bayern und betonte, seine berufliche Zukunft bei seinem Jugendverein zu sehen. Während seiner aktiven Laufbahn als Spieler stand Schweinsteiger auch für einige Jahre bei den Nordklubs VfB Lübeck und Eintracht Braunschweig unter Vertrag.

Besonders seine Zeit in Braunschweig stand unter keinem guten Stern: Im Jahr 2006 war Schweinsteiger ohne eigenes Verschulden in einen Verkehrsunfall mit Todesfolge involviert, als ihm ein 13-jähriges Mädchen vor das Auto lief.

Kein Platz mehr beim FC Bayern

Eine offizielle Begründung für die Trennung des FC Bayern von Tobias Schweinsteiger liegt bislang nicht vor. Aus Vereinskreisen heiße es lediglich, für den Trainer sei kein Platz mehr im Verein.

Der Name Schweinsteiger wird in diesem Sommer dennoch noch einmal eine große Rolle beim FC Bayern spielen: Am 28. August gastiert der MLS-Club Chicago Fire, aktueller Verein von Bastian Schweinsteiger, in der Münchner Allianz Arena. Dieses Freundschaftsspiel soll das offizielle Abschiedsspiel von Bastian Schweinsteiger sein, der zwischen 2002 und 2015 342 Pflichtspiele für die Münchner bestritt.

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