Skandal in Graz : Linienrichter geht nach Becherwurf mit blutender Wunde zu Boden – Täter gefasst

Der schwedische Schiedsrichter-Assistent Frederik Klyver liegt blutend am Boden. Schiedsrichter Mohammed Al-Hakim und Larnacas Nacho Cases kümmern sich um ihn.
Der schwedische Schiedsrichter-Assistent Frederik Klyver liegt blutend am Boden. Schiedsrichter Mohammed Al-Hakim und Larnacas Nacho Cases kümmern sich um ihn.

In Graz stand das Europa League-Spiel kurz vor dem Abbruch nachdem der Schiedsrichter von einem Becher getroffen wurde.

shz.de von
10. August 2018, 10:39 Uhr

Graz | Das Ergebnis war am Donnerstag fast nebensächlich. In der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League verlor der österreichische Erstligist Sturm Graz das Hinspiel gegen den zypriotischen Vizemeister AEK Larnaka mit 0:2 (0:0) und steht damit vor dem Aus. Schlimmer für die Österreicher ist jedoch, das dem Verein eine empfindliche Strafe von der Uefa droht. Grund: Ein Fan bewarf den Schiedsrichter-Assistenten mit einem Becher und traf ihn am Kopf.

40 Minuten Unterbrechung

Vier Minuten nachdem Larnaka auf 2:0 erhöhte später erfolgte der Becherwurf. Der schwedische Unparteiische Fredrik Klyver wurde an der Seitenlinie von einem Becher getroffen und lag stark blutend auf dem Rasen. Schiedsrichter Mohammed Al-Hakim schickte die Teams in die Kabine, die Partie wurde dann nach fast 40 Minuten Unterbrechung zu Ende gespielt.

Täter wurde gefasst

Wie die Polizei bekannt gab, wurde der Täter gefasst. Er wurde anhand der Videobilder klar identifiziert. Die Uefa wird Sturm Graz mit ziemlicher Sicherheit mit einer hohen Geldstrafe belegen. Das Rückspiel in der AEK-Arena von Larnaka erfolgt kommenden Donnerstag (17.30 Uhr).
 


Sturm Graz entschuldigte sich offiziell mit einem Statement auf der Vereins-Homepage für den Vorfall (siehe unten). "Der Vorfall lässt mich verzweifelt zurück", sagte der Grazer Sportdirektor Günter Kreissl laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA. "Es muss mit allen Sanktionen gegen den Täter vorgegangen werden. Das ist ein nicht bezifferbarer Imageschaden für uns."



zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen