Diskussionen um Videobeweis : Schiri-Boss: Videoreferee "Rettungsanker, wenn etwas krass schiefläuft"

Lutz Michael Fröhlich hat als Schiedsrichter selbst 200 Erstligaspiele geleitet.
Lutz Michael Fröhlich hat als Schiedsrichter selbst 200 Erstligaspiele geleitet.

Laut Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich soll nicht jede Entscheidung durch den Videoassistenten begleitet werden.

shz.de von
28. August 2018, 11:12 Uhr

Frankfurt | Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich will den Video Assistant Referee (VAR) in der neuen Spielzeit der Fußball-Bundesliga nur bei eklatanten Fehlurteilen zum Einsatz kommen sehen. "Nicht jede Entscheidung soll durch den Video-Assistenten begleitet werden, sondern dieser ist nur der Rettungsanker, der geworfen wird, wenn mal etwas krass schiefläuft und nicht vertretbar ist", sagte Fröhlich in einem Interview der vom Deutschen Fußball-Bund veröffentlichten Schiedsrichter-Zeitung. Gleich am ersten Spieltag der neuen Liga-Saison hatte es mehrere fragwürdige Eingriffe des VAR gegeben. (Weiterlesen: Neue Saison, alter Ärger: "Der Chef muss auf dem Spielfeld sein")

VAR soll Spielleitung nicht ändern

Im Trainingslager vor der Spielzeit im bayerischen Grassau hatten die Schiedsrichter "eine sehr einheitliche Einschätzung" darüber, bei welchen Entscheidungen es zu einem Eingriff kommen soll, berichtete der 60-Jährige. Für die Spielleitung der Referees soll sich durch den VAR nichts ändern. "Die Schiedsrichter sollen auf dem Platz so agieren, als ob es die technische Hilfe nicht gäbe", betonte Fröhlich.

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