Nach "Spiegel"-Recherche : Reiterliche Vereinigung räumt Alkoholprobleme im Nachwuchsbereich ein

Der Pressesprecher der Deutschen Reiterlichen Sönke Lauterbach Vereinigung räumt Alkoholprobleme im Nachwuchsbereich ein.
Der Pressesprecher der Deutschen Reiterlichen Sönke Lauterbach Vereinigung räumt Alkoholprobleme im Nachwuchsbereich ein.

Nach der Recherche des Spiegel räumt die Reiterliche Vereinigung Fehler ein, spricht aber von Einzelverfehlungen.

shz.de von
01. September 2018, 16:15 Uhr

Warendorf | Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat Alkoholprobleme im Nachwuchsbereich eingeräumt. "Wir haben eine Gruppe von jungen Aktiven, die definitiv hier ein Problem hat", sagte Generalsekretär Soenke Lauterbach am Samstag bei einem Pressegespräch in Warendorf. "Wir wollen und werden es nicht zu einem massiven Problem werden lassen", fügte der Funktionär hinzu. "Wir betreiben schon seit einigen Jahren Präventionsmaßnahmen, insgesamt gegenüber sexualisierter Gewalt. Jetzt kommt noch Alkoholprävention in einer neuen Dimension hinzu."

Alkoholexzesse und sexuelle Übergriffe

Einen Tag nach der Veröffentlichung eines Berichts im Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" stellte sich Lauterbach gemeinsam mit Verbands-Justiziarin Constanze Winter und der Leiterin der Abteilung Jugend, Maria Schierhölter-Otte, den Medien. "Der Spiegel" hatte über den Verdacht von Alkoholexzessen und sexuellen Übergriffen von und durch junge Springreiter berichtet.

In einem Fall wurde ein junger Reiter zu einer 18-monatigen Wettkampfsperre durch das FN-Sportgericht verurteilt, wie die Reiterliche Vereinigung bestätigte. Der betroffene Reiter bestreitet die Vorwürfe und legte Widerspruch beim Großen Schiedsgericht des Verbandes ein. Die Sperre ist daher noch nicht rechtskräftig. Die FN schaltete die Staatsanwaltschaft in Münster ein.

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