"Das ist tragisch" : Neuner und Effenberg haben Mitleid mit Jan Ullrich

Magdalena Neuner bedauert Jan Ullrich. Foto: imago/Hartenfelser
Magdalena Neuner bedauert Jan Ullrich. Foto: imago/Hartenfelser

Die ehemaligen Sportler Magdalena Neuner und Stefan Effenberg zeigen sich bestürzt über das Schicksal von Jan Ullrich.

shz.de von
12. August 2018, 11:40 Uhr

Frankfurt | Der ehemalige Biathlon-Star Magdalena Neuner zeigt Verständnis für die Situation von Ex-Radprofi Jan Ullrich und dessen Absturz. "Ich weiß, welchen Druck Spitzensportler ausgesetzt sind. Ich kann nachvollziehen, dass man daran zerbrechen kann", sagte die zweimalige Olympiasiegerin der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". "Es tut mir für den Menschen Jan Ullrich unheimlich leid. Es ist fürchterlich."

Der Tour-de-France-Sieger von 1997 ist mehrmals in die Schlagzeilen geraten. Zuletzt soll der 44-Jährige in der vergangenen Woche in einem Frankfurter Luxus-Hotel eine Escort-Dame angegriffen und verletzt haben. Er war Freitagfrüh festgenommen worden. Ullrich soll dabei mutmaßlich unter Alkohol- und Drogeneinfluss gestanden haben.

Effenberg: "Das ist tragisch"

Laut einer Polizeisprecherin vom Samstag wird gegen ihn sowohl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags als auch der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Ullrich wurde zudem in psychiatrische Fachklinik zwangseingewiesen. Berichte, nach denen er aus der Klinik entlassen worden sei, wurden bislang nicht bestätigt.

"Das ist tragisch", sagte der frühere Fußball-Nationalspieler Stefan Effenberg in der "Bild am Sonntag" zu Ullrichs Situation. Er wünsche ihm Kraft und "vor allem die richtigen Leute an seiner Seite", sagte der 50-Jährige weiter. "In seinem Umfeld muss einer richtig aufräumen. Hoffentlich gelingt das."

Wegen der psychischen Belastungen durch den Spitzensport und den Starrummel holte sich Magdalena Neuner schon früh in ihrer Karriere Hilfe. "Ich arbeite mit einem sehr, sehr guten Mentaltrainer zusammen, habe viele Dinge mit ihm geklärt", sagte die 31-Jährige. Manche stürzten sich sich bei Problemen in Alkohol und Drogen, da sei es sicherlich die bessere Wahl, sich einen guten Mentalcoach zu suchen, meinte die dreimalige Sportlerin des Jahres weiter. Die Rekord-Weltmeisterin beendete ihre Karriere bereits mit 25 Jahren.

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