Motorradsport : Nach Skandal-Rennen: Romano Fenati erklärt Rücktritt

Romano Fenati zieht sich vom Motorradsport zurück.
Romano Fenati zieht sich vom Motorradsport zurück.

Bei voller Fahrt griff Motorradsportler Romano Fenati seinem Konkurrenten in die Bremse – nun zieht er Konsequenzen.

shz.de von
11. September 2018, 11:34 Uhr

Rom | Zwei Tage nach dem Rennskandal von Misano hat der Italiener Romano Fenati seinen Rückzug vom Motorradsport angekündigt. "Ich werde jetzt für eine Weile im Eisenwarenladen meines Opas arbeiten, mit ihm und Mamma", sagte der 22-Jährige in einem Interview der Tageszeitung "La Repubblica" (Dienstag). Sein Rennrivale Stefano Manzi warf ihm derweil einen Mordversuch vor.

Fenati hatte am Sonntag während des Rennens in Misano bei einer Geschwindigkeit von rund 200 Kilometern pro Stunde an den Lenker Manzis gegriffen und den Bremshebel gezogen. Damit brachte er seinen Landsmann in Lebensgefahr. Zum Glück konnte Manzi sein Zweirad nach kurzem Schlingern wieder unter Kontrolle bringen. Das italienische Marinelli-Snipers-Team trennte sich am Montag von dem Piloten.

"Das ist unverzeihlich"

Manzi sagte am Dienstag dem Portal gpone.com, dass er mit Fenati abgeschlossen habe und ihm nicht verzeihen könne. "Eine Handlung, bei der ein Gegner versucht, einen Rivalen mit über 200 km/h zu töten, indem er den Bremshebel betätigt, das ist unverzeihlich", versicherte er. Fenati sagte "La Repubblica", dass ihn Manzi provoziert habe.

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