Liverpool-Torwart : Jürgen Klopp stärkt Karius: "Er hat außergewöhnliche Fähigkeiten"

Trainer Jürgen Klopp stärkt seinem Torwart Lorius Karius demonstrativ den Rücken.
Trainer Jürgen Klopp stärkt seinem Torwart Lorius Karius demonstrativ den Rücken.

Liverpool-Coach Klopp hat sich nach dem schweren Patzer im Champions League-Finale erneut hinter Loris Karius gestellt.

shz.de von
26. Juli 2018, 10:21 Uhr

East Rutherford | Jürgen Klopp hat zwei Monate nach dem verlorenen Champions-League-Finale gegen Real Madrid (1:3) die Gehirnerschütterung seines Torhüters Loris Karius für dessen Patzer verantwortlich gemacht. "Niemand glaubt, was in Kiew passiert ist. Aber es ist zu hundert Prozent wahr", sagte der Trainer des FC Liverpool in einem BBC-Interview. "Jeder, der das mal gehabt hat, weiß, dass sich Situationen nur schwer beurteilen lassen. Du vergisst Sachen und andere müssen dir sagen, wie du dich verhalten hast." So sei das gewesen, aber das interessiere niemanden, sagte der 51-Jährige.

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Karius hatte bei dem Finale in der Ukraine zwei Fehler gemacht, die zu Toren für Real führten. Kurz darauf war bei ihm eine Gehirnerschütterung diagnostiziert worden, die er sich bei einem Zusammenprall mit Real-Verteidiger Sergio Ramos zugezogen haben soll. Auch in den bisherigen Vorbereitungsspielen Liverpools unterliefen Karius Fehler. Die Reds hatten erst vor Kurzem den brasilianischen Nationalkeeper Alisson als neue Nummer eins verpflichtet.

Klopp: "Karius hat außergewöhnliche Fähigkeiten"

"Ich denke wirklich, dass Loris zu 100 Prozent unser Torhüter ist. Daran hat sich nichts geändert. Ist das die einfachste Periode seines Lebens? Sicher nicht. Kann ihn das stärker machen? 100 Prozent ja", meinte Klopp. "Er ist immer noch jung. Er hat außergewöhnliche Fähigkeiten. Das große Ziel ist es, diese auf den Platz zu bringen."



Beim International Champions Cup hat der FC Liverpool indes den ersten Sieg gefeiert. Das Team gewann am Mittwoch (Ortszeit) sein zweites von drei Spielen beim Vorbereitungsturnier gegen den englischen Ligarivalen Manchester City 2:1 (0:0). Zwar konnte der deutsche Nationalspieler Leroy Sané (57. Minute) den Premier-League-Champion in Führung bringen, doch der gerade erst eingewechselte Ägypter Mohamed Salah (63.) und der Senegalese Sadio Mané (90.+4) per Elfmeter drehten das Spiel zugunsten der Reds.

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"Pep hasst verlieren", sagte Klopp. Nach dem jüngsten 1:3 gegen seinen Ex-Verein Borussia Dortmund wollte er die Partie aber nicht als Fingerzeig in Richtung der kommenden Saison in England sehen. Guardiola verwies darauf, dass in der ersten Halbzeit eine sehr junge Mannschaft gespielt habe. "In den letzten 15 Minuten waren wir so müde. Liverpool hatte die Tore verdient", sagte er. Guardiola trifft mit Manchester City am Samstag in Miami auf seinen Ex-Club FC Bayern.


Jürgen Klopp feierte mit Liverpool den zweiten Sieg im International Champions Cup gegen Manchester City. Foto: imago/Icon SMI
Rich Graessle/Icon Sportswire
Jürgen Klopp feierte mit Liverpool den zweiten Sieg im International Champions Cup gegen Manchester City. Foto: imago/Icon SMI


Der englische Rekordmeister Manchester United besiegte zum Turnierauftakt den AC Mailand mit 9:8 im Elfmeterschießen. Den entscheidenden Elfmeter verwandelte Manchesters Ander Herrera. Am Ende der regulären Spielzeit stand es 1:1 (1:1) zwischen den beiden Mannschaften. United-Stürmer Alexis Sánchez (12.) und Mailands Suso (15.) erzielten die beiden Treffer. Eine Verlängerung gibt es beim International Champions Cup nicht.

Die Tottenham Hotspur starteten mit einem klaren 4:1 (4:1)-Erfolg gegen AS Rom in das Turnier. Alle fünf Treffer der Partie fielen in der ersten Halbzeit. Für die Engländer trafen Fernando Llorente (9./18.) und Lucas Moura (28./44.) jeweils doppelt. Für die Italiener war Patrik Schick (3.) erfolgreich.

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