Für ein Ligaspiel : Nach Gotteslästerung: Serie A sperrt italienischen Nationalspieler

Rolando Mandragora hat bislang ein Länderspiel für Italiens A-Nationalmannschaft absolviert. Foto: imago/AFLOSPORT
Rolando Mandragora hat bislang ein Länderspiel für Italiens A-Nationalmannschaft absolviert. Foto: imago/AFLOSPORT

Fußballer Rolando Mandragora fluchte auf dem Platz – und muss jetzt Konsequenzen dafür tragen. Das stößt auf Kritik.

shz.de von
30. August 2018, 13:00 Uhr

Udinese | Wegen Gotteslästerung muss Udinese Calcio ein Spiel auf Nationalspieler Rolando Mandragora verzichten. Die Serie A hat den 21-Jährigen nach Sichtung von Videoaufnahmen wegen "blasphemischer Bemerkungen" gesperrt.

Beleidigung der Jungfrau Maria

Der Vorfall ereignete sich im Spiel zwischen Udinese und Sampdoria Genua. Sampdoria-Keeper Emil Audero parierte einen Torschuss von Mandragona, woraufhin der fluchte: "Porca Madonna, Vaffanculo, Dio Cane" – eine Beleidigung der Jungfrau und Gottesmutter Maria. Von einer Übersetzung sehen wir an dieser Stelle einmal ab – für die Interessierten gibt es den Google Translator. Während des Spiels bekam der Schiedsrichter von dem Ausbruch nichts mit, erst im Nachhinein wurde beim Sichten von TV-Bildern von seinen Lippen abgelesen.

Bei der Untersuchung habe es "keine Zweifel" gegeben, teilte die Serie A mit. Solche Vergehen können in Italien seit 2010 bestraft werden. Von Fans wurde die Entscheidung stark kritisiert. Ein Twitter-User schrieb beispielsweise: "Um die seit zehn Jahren geltende Regel durchzusetzen, mussten sie warten, bis Buffon wechselt."

Italiens Rekordnationalspieler Gianluigi Buffon wechselte im Sommer von Juventus Turin zu Paris Saint-Germain. Zu seiner Zeit bei Turin musste er sich häufiger für seine Flüche entschuldigen.

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