Keine Zweifel : Landesverbands-Präsidenten: Löw und Bierhoff haben unsere volle Unterstützung

DFB-Vizepräsident Rainer Koch steht hinter Löw und Bierhoff.
DFB-Vizepräsident Rainer Koch steht hinter Löw und Bierhoff.

Die Präsidenten der Regional- und Landesverbände haben Joachim Löw und Oliver Bierhoff das Vertrauen ausgesprochen.

shz.de von
19. Juli 2018, 16:46 Uhr

Frankfurt | Nachdem Bundestrainer Joachim Löw und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff aufgrund des frühen WM-Aus des DFB-Teams in der Kritik standen, haben sie nun Rückendeckung bekommen.

Die Präsidenten der Regional- und Landesverbände haben Löw und Bierhoff das Vertrauen ausgesprochen. Man sei sich einig, "dass es an den sportlich verantwortlichen und über viele Jahre äußerst erfolgreichen Köpfen der Nationalmannschaft keinen Zweifel gibt", hieß es am Donnerstag in einer vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) veröffentlichten Mitteilung.

"Weg wird von allen mitgetragen"

"Jogi Löw und Oliver Bierhoff haben die volle Unterstützung der gesamten Konferenz und der Weg wird ausnahmslos von allen mitgetragen", sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch. Zuvor hatte es ein viereinhalbstündiges Gespräch der Spitzenfunktionäre mit DFB-Präsident Reinhard Grindel und Bierhoff in Frankfurt gegeben.

Drei Wochen nach dem WM-K.o. hatten sich Löw und Bierhoff am Mittwoch zu zweitägigen Gesprächen in der DFB-Zentrale getroffen. Erste Ergebnisse der WM-Analyse sollen nun am Freitag verkündet werden. "Wir haben morgen Präsidiumssitzung. Dort wird auch Joachim Löw selbstverständlich mit zugegen sein", sagte Koch.

Die vor der WM vom DFB-Präsidium vorgenommene Vertragsverlängerung mit Joachim Löw bis 2022 wurde "für richtig erachtet", hieß es in der DFB-Mitteilung. Die Konferenz habe positiv zur Kenntnis genommen, dass sich die sportliche Leitung nach dem für alle enttäuschenden Vorrunden-Aus in einer intensiven, tiefgehenden und selbstkritischen Analyse befinde und bereit ist, sich mit all diesen Fragen auseinanderzusetzen.

Kritik im Vorfeld

Im Vorfeld der Versammlung waren die Töne nicht ganz so positiv. Sachsens Landesfußballverbandspräsident Hermann Winkler sagte bezugnehmend auf Löws Vertragsverlängerung im ARD-Magazin "Fakt": "Der Vertrag war bis 2020 gültig. Warum diese Vertragsverlängerung gemacht werden musste, erschließt sich uns nicht. Auch solche Fragen müssen wir diskutieren." Zudem beanstandete Winkler, dass Löw selbst mit der Fehleranalyse für das Vorrunden-Aus der Nationalmannschaft betraut worden ist.

Der DFB versuchte seiner WM-Krise derweil weiter mit ungewöhnlichen Mitteln Herr zu werden. Kritische Stimmen von der Amateurbasis werden dabei offenbar gezielt verhindert. Nach den missbilligenden Äußerungen Winklers bekamen dessen Kollegen aus den weiteren Landesverbänden freundlich, aber bestimmt einen Maulkorb verpasst. Demnach habe der DFB darum gebeten, vor der Zusammenkunft der Landeschefs am heutigen Donnerstag von Stellungnahmen abzusehen.

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