Sieben Deutsche bei US Open in Runde zwei : Kerber und Zverev starten mit Sieg ins Turnier – Auch Federer weiter

Sicher in Runde zwei der US Open: der Weltranglisten-Vierte Alexander Zverev. Foto: dpa/Andres Kudacki/AP
Sicher in Runde zwei der US Open: der Weltranglisten-Vierte Alexander Zverev. Foto: dpa/Andres Kudacki/AP

Knapp die Hälfte der deutschen Starter ist noch dabei, wenn die zweite Runde der US Open ausgespielt wird.

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29. August 2018, 06:13 Uhr

New York | Angeführt von Angelique Kerber und Alexander Zverev haben es von 16 gestarteten deutschen Tennisprofis sieben in die zweite Runde der US Open geschafft. Nachdem die beiden deutschen Topspieler am Dienstag in New York ihre Auftakthürden genommen hatten, folgte noch Philipp Kohlschreiber. Der Altmeister aus Augsburg siegte im deutschen Duell gegen Grand-Slam-Neuling Yannick Hanfmann aus Karlsruhe 7:6 (7:3), 5:7, 6:4, 6:4.

Hartes Match für Kerber

Wimbledonsiegerin Kerber hatte gegen alle Widrigkeiten ein erneutes Erstrunden-Debakel bei den US Open abgewendet. Bei tropischen Bedingungen rang die Siegerin von 2016 ihre unbequeme russische Auftaktgegnerin Margarita Gasparjan mit 7:6 (7:5), 6:3 nieder, nachdem sie im Vorjahr als Titelverteidigerin gleich zum Auftakt gescheitert war.

Viel leichter tat sich danach der Weltranglisten-Vierte Alexander Zverev beim 6:2, 6:1, 6:2 gegen den kanadischen Außenseiter Peter Polansky. Beobachtet von seinem neuen Trainer Ivan Lendl brauchte er gegen den erst nachträglich ins Hauptfeld gerutschten Polansky im Louis-Armstrong-Stadium nur 1:35 Stunden zum glatten Erfolg."Ein Einstieg nach Maß, er hat sehr gutes Tennis gespielt", sagte Eurosport-Experte Boris Becker über Zverev.

Deutsch-deutsches Duell möglich

Sollte sich Kohlschreiber am Donnerstag gegen den Australier Matthew Ebden ebenso durchsetzen wie Zverev gegen den Franzosen Nicolas Mahut, würden beide in der dritten Runde aufeinandertreffen. Auch der Warsteiner Jan-Lennard Struff hat am Donnerstag in Julien Benneteau einen überaus erfahrenen Franzosen als Gegner.

French-Open-Achtelfinalist Maximilian Marterer aus Nürnberg verlor dagegen glatt mit 2:6, 2:6, 3:6 gegen den Japaner Kei Nishikori, der in New York 2014 im Endspiel stand. Qualifikant Yannick Maden aus Stuttgart unterlag dem an Nummer 17 gesetzten und von Ex-Profi Tommy Haas mitbetreuten Franzosen Lucas Pouille 6:7 (6:8), 2:6, 5:7. Am Montag waren schon Mischa Zverev, Peter Gojowczyk und Florian Mayer ausgeschieden. Insgesamt waren neun deutsche Herren gestartet.

Barthel, Petkovic und Siegemund draußen

Bei den Damen rückte ganz kurzfristig noch die eigentlich in der Qualifikation ausgeschiedene Mona Barthel als sogenannter Lucky Loser nach. Die Neumünsteranerin unterlag aber 1:6, 4:6 gegen die Tschechin Marketa Vondrousova. Auch Andrea Petkovic und Laura Siegemund hatten zuvor verloren. Julia Görges, Tatjana Maria und Carina Witthöft spielen an diesem Mittwoch bereits in der zweiten Runde, Angelique Kerber trifft am Donnerstag auf Johanna Larsson aus Schweden.

Der langjährige Weltranglisten-Erste Roger Federer aus der Schweiz gewann seine erste Partie ungefährdet. Der 37-Jährige, der den letzten seiner bisher fünf US-Open-Titel vor einem Jahrzehnt holte, schlug den Japaner Yoshihito Nishioka 6:2, 6:2, 6:4.

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