Sebastian Brendel: "Eine Farce" : Kanuten sollen Doping-Kontrollen aus eigener Tasche zahlen

Kein Jubel für diese Nachricht: Kanute Sebastian Brendel und seine Trainingskollegen sollen künftig einen Teil der Kosten für die Doping-Kontrollen selbst tragen. Foto: dpa/Roland Weihrauch
Kein Jubel für diese Nachricht: Kanute Sebastian Brendel und seine Trainingskollegen sollen künftig einen Teil der Kosten für die Doping-Kontrollen selbst tragen.

Sebastian Brendel und seine Trainingskollegen sollen künftig anteilig für die Kosten ihrer Dopingkontrollen aufkommen.

shz.de von
17. Juli 2018, 20:14 Uhr

Berlin | Die deutschen Kanuten müssen nach Angaben des dreifachen Olympiasiegers Sebastian Brendel künftig ihre Dopingkontrollen teilweise selbst bezahlen. "Alle Kaderathleten werden zur Kasse gebeten. Von Verbandsseite wurde uns gesagt, dass man das alleine nicht stemmen könne und deshalb uns Sportler in die Pflicht nimmt", sagte der 30-Jährige der "Welt". Es geht dem Bericht zufolge vor allem um die Trainingskontrollen der Sportler.

Laut "Welt" hat sich der vom Deutschen Kanu-Verband an die Nationale Doping-Agentur (NADA) zu entrichtende Beitrag um 40.000 Euro erhöht. Der Kanu-Verband müsse nun 87.000 statt 47.000 Euro an die Nada zahlen. Der Eigenanteil der Sportler solle aus dem Sponsoren-Pool entnommen werden. Bei Brendel seien das 300 Euro pro Jahr.

"Ich finde es gut, dass wir für einen sauberen Sport stehen. Aber das, was da jetzt von uns gewollt wird, geht gar nicht. Es ist eine Farce", sagte der Potsdamer.

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