Lasogga mit Doppelpack : HSV feiert ersten Heimsieg in der 2. Bundesliga

Matchwinner Pierre-Michel Lasogga erzielte einen Doppelpack. Foto: Axel Heimken/dpa
Matchwinner Pierre-Michel Lasogga erzielte einen Doppelpack. Foto: Axel Heimken/dpa

Der Hamburger SV kommt allmählich in die Spur und feiert gegen Arminia Bielefeld den dritten Pflichtspielsieg in Folge.

shz.de von
27. August 2018, 22:20 Uhr

Hamburg | Der Hamburger SV feiert seinen ersten Heimsieg in der 2. Fußball-Bundesliga. Der Absteiger besiegte am Montagabend im Volksparkstadion Arminia Bielefeld mit 3:0 (1:0). Die Tore vor 46 934 Zuschauern erzielten Lewis Holtby (9. Minute) und zweimal Pierre-Michel Lasogga (76., 88./Foulelfmeter). Die Hamburger machten durch den Erfolg einen Sprung vom zwölften auf den dritten Platz in der Tabelle. Dagegen kassierten die Bielefelder ihre erste Saisonniederlage. Ihr letzter Sieg in Hamburg - damals noch in der Bundesliga - liegt 14 Jahre zurück.

"Wir sind total zufrieden. 3:0 hört sich deutlich an, aber wir wissen, dass es ein enges Spiel war und es ein paar Knackpunkte gab, die auch anders hätten ausgehen können", sagte HSV-Sportvorstand Ralf Becker nach dem Spiel, und fügte hinzu: "Am Anfang muss man immer über Ergebnisse Selbstvertrauen holen. Wenn wir die Spiele so gewinnen wie heute, dann glaube ich, dass wir unseren weg gehen können."

Lewis Holtby (Nummer 8) erzielte per Kopf das 1:0 für den HSV. Foto: imago/Baering
imago/Baering
Lewis Holtby (Nummer 8) erzielte per Kopf das 1:0 für den HSV. Foto: imago/Baering

Die Platzherren setzten die Gäste sofort unter Druck und hatten schon kurz nach Beginn Erfolg damit. Nach einer Ecke von Douglas Santos konnte Bielefelds Torhüter Stefan Ortega den Ball nicht festhalten und wurde dabei von zwei Hamburgern bedrängt. Der Ball kam zu Holtby und der köpfte aus Nahdistanz ein. Ortega reklamierte, aber Schiedsrichter Arne Aarnink signalisierte: reguläres Tor. Torschütze Holtby ließ sich das Trikot des Langzeitverletzten Jairo Samperio bringen und lief damit über den Rasen.

Lewis Holtby widmete seinen Treffer dem schwer verletzten Jairo Samperio. Foto: imago/DeFodi
imago/DeFodi
Lewis Holtby widmete seinen Treffer dem schwer verletzten Jairo Samperio. Foto: imago/DeFodi

Die Gastgeber hatten mehr vom Spiel, leisteten sich aber haufenweise technischer Fehler und verloren viele Zweikämpfe. Zweimal stand Bielefeld vor dem Ausgleich: Erst scheiterte Florian Hartherz mit einem Freistoß am großartig parierenden Julian Pollersbeck (40.), dann leistete sich HSV-Innenverteidiger Rick van Drongelen einen katastrophalen Rückpass (42.) in die Beine von Andreas Voglsammer. Doch der Arminia-Angreifer scheiterte mit einem versuchten Heber über den an der Strafraumgrenze postierten HSV-Torhüter. Ob die Abwehraktion noch im 16-Meter-Raum stattfand, hätte wohl nicht mal der Videobeweis aufklären können.

In der zweiten Halbzeit hatte der schnelle Khaled Narey mehrere Möglichkeiten, die Führung auszubauen, vergab aber überhastet. Erst der emsige Lasogga schaffte das. Erst traf er im Nachsetzen, dann vom Elfmeterpunkt. "Es war ein hartes Stück Arbeit. Wir haben gut dagegen gehalten und verdient gewonnen. Es ist ein superschönes Gefühl, mit zwei Toren vom Platz zu gehen. Das Spiel war eigentlich nicht ausgelegt für einen Stürmer, umso schöner ist es, wenn die Arbeit mit zwei Toren belohnt wird", sagte der Doppeltorschütze.

Aaron Hunt, der das 2:0 stark vorbereitet hatte, bilanzierte: "Es war ein harter Kampf, vielleicht ist der Sieg um ein Tor zu hoch ausgefallen. Aber das nehmen wir gerne hin", sagte Aaron Hunt nach dem Spiel. Sein Fazit: "Wir hatten heute immer mal wieder schwere Phasen. Insgesamt haben wir trotzdem nicht so viel zugelassen. Wir haben es heute gut runtergespielt."




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