UEFA-Chef aufgeschlossen : Gespräche laufen: Champions-League-Finale bald in New York?

Werden Mannschaften wie Real Madrid ihre Champions-League-Titel bald in New York feiern?
Werden Mannschaften wie Real Madrid ihre Champions-League-Titel bald in New York feiern?

Nachdem die spanische Fußball-Liga Überlegungen anstellt, Spiele ins Ausland zu legen, zieht die UEFA wohl nach.

shz.de von
11. September 2018, 06:58 Uhr

New York | In Spanien gehen zurzeit Spieler, Fans und sogar der eigene Verband auf die Barrikaden. Der Grund: Die Fußball-Liga "La Liga" wird in den nächsten 15 Jahren jeweils ein Spiel in den USA oder Kanada austragen. Nun stellt offensichtlich der europäische Verband, die UEFA, ähnliche Überlegungen an.

Laut Jaume Roures, Geschäftsführer der spanischen Rundfunkgesellschaft "Mediapro", bestätigte, dass fortwährend Gespräche darüber geführt werden, um die Machbarkeit eines Champions-League-Finales in den USA beziehungsweise konkret in New York zu prüfen.

Sowohl die Spanier als auch die UEFA sind da keine Vorreiter. Unter anderem fand der französische Supercup zwischen der AS Monaco und Paris Saint-Germain in China statt. In Deutschland ist dieses Thema noch undenkbar. "Ein offizielles Meisterschaftsspiel, bei dem es um Punkte geht, die über die Teilnahme an internationalen Wettbewerben oder Auf- und Abstieg entscheiden können, im Ausland auszutragen, ist meiner Meinung nach ein Zeichen des mangelnden Respekts den Fans und Spielern gegenüber", sagte DFL-Boss Christian Seifert im Rahmen eines Interviews mit dem Magazin "Die Zeit".

Bei der UEFA denkt man offensichtlich anders. Präsident Aleksander Ceferin zeigt sich durchaus offen für neue Ideen. "Ich denke, dass das eine Idee für die Zukunft sein könnte", sagte er im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP. "Um beispielsweise von Portugal nach Aserbaidschan zu kommen, braucht man im Prinzip genauso lange wie bis New York."

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