Äußerung bei Markus Lanz : "Fußball ist Krieg" – Waldemar Hartmann erntet Kritik

Der ehemalige ARD-Moderator Waldemar Hartmann war zu Gast bei Markus Lanz.
Der ehemalige ARD-Moderator Waldemar Hartmann war zu Gast bei Markus Lanz.

Der ehemalige TV-Moderator Waldemar Hartmann fordert bei Markus Lanz mehr Härte von Bundestrainer Joachim Löw.

shz.de von
20. Juni 2018, 06:59 Uhr

Hamburg | Während die deutsche Fußballnationalmannschaft sich in Sotchi auf das erste "Endspiel" am Samstag gegen Gruppengegner Schweden vorbereitet, diskutiert Fußballdeutschland noch immer angeregt darüber, wie es zu der Niederlage gegen Mexiko kommen konnte. Der ehemalige Sportjournalist Waldemar Hartmann entgleiste dabei verbal am Dienstagabend in der ZDF-Tallkshow "Markus Lanz" mit dem Vergleich, Fußball sei wie Krieg. Das Internet reagierte höchst allergisch auf diese Äußerung, ebenso wie die Gäste in der Sendung.

In der deutschen Nationalmannschaft brodele es, mahnte Hartmann und berief sich dabei auf mannschaftsinterne Quellen, die ihm das bestätigt hätten. Die öffentlichen Äußerungen von Mats Hummels nach der Niederlage gegen Mexiko hätten viel Unruhe in die Mannschaft gebracht. Für Hartmann seien die Spieler aber ohnehin gar nicht in der Pflicht, sondern der Bundestrainer, dem er taktisches Versagen sowie schlechte Vorbereitung vorwarf und ketzerisch in die Runde fragte: "Wozu haben wir denn einen Bundestrainer?"

Und der ehemalige ARD-Moderator lief gerade erst warm. Eine Stammtischparole folgte der nächsten. So sei die deutsche Nationalmannschaft zu sehr zur "Wohlfühloase" geworden, in der es keiner wage einmal auf den Tisch zu hauen. Es sei an der Zeit "Jogis Waldorfschule" zu beenden und ein bisschen mehr an Krieg zu denken, weil "Fußball ist Krieg", sagte Hartmann und schob einen kleinen Lacher hinterher. Sein Kollege Patrick Wasserziehr fand diesen Satz hingegen überhaupt nicht zum Lachen und fragte Hartmann, ob er diese Formulierung für so glücklich hielte. Dieser wiegelte direkt ab, es müsse nicht jedes Wort auf die Goldwaage gelegt werden. Auf Twitter gab es trotzdem reichlich Reaktionen dazu:










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