Cousin von Manchester-City-Besitzer : Milliarden-Angebot: Geschäftsmann wollte Liverpool kaufen

Die legendäre Tribüne 'The Kop' an der Anfield Road: Die Fenway Sports Group hat seit Jahren sehr viel Geld in den Verein investiert.
Die legendäre Tribüne "The Kop" an der Anfield Road: Die Fenway Sports Group hat seit Jahren sehr viel Geld in den Verein investiert.

Es wäre der größte Deal der Fußball-Geschichte gewesen. Doch die Besitzer des FC Liverpool lehnten dankend ab.

shz.de von
24. August 2018, 16:40 Uhr

Liverpool | Es wäre der größte Deal der Fußball-Geschichte gewesen. Wie die englische Zeitung "Daily Mail" berichtet, soll dem derzeitigen Besitzer des FC Liverpool, der Fenway Sports Group (FSG), ein zwei Milliarden Pfund (zirka 2,2 Milliarden Euro) schweres Angebot unterbreitet worden sein. Pikant: Das Angebot soll von Scheich Khalid Bin Zayed Al Nahyan an die FSG herantragen worden sein. Der Scheich ist der Cousin von Manchester-City-Besitzer Sheik Mansour.

Cousin vom ManCity-Boss

Scheich Khaled Bin Zayed Al Nehayan, ein Mitglied der Herrscher-Familie der Vereinigten Arabischen Emirate, hat sich im Laufe von mehreren Monaten Ende 2017 und Anfang 2018 an die Vertreter Fenway Group gewandt. Das zwei Milliarden Pfund schwere Angebot wäre die teuerste Übernahme in der Geschichte des Fußballs gewesen wäre. Der Cousin von City-Milliardär Sheik Mansour ist in den Golfstaaten ein sehr erfolgreicher Geschäftsmann, aber längst nicht so vermögend wie Sheik Manour. Midhat Kidwai, der Geschäftsführer des Unternehmenskonzerns von Sheik Khaled, traf auch den Vorsitzenden von Liverpool, Tom Werner, in New York. Zu weiteren Gesprächen kam es nicht, denn die FSG brach die Verhandlungen ab.

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FSG will Liverpool nicht verkaufen

Die FSG will ihre Mehrheit am 18-maligen englischen Meister, die sie im Oktober 2010 für rund 300 Millionen Euro erworben hatte, nicht loswerden. "FSG hat immer deutlich gemacht: Der Klub steht nicht zum Verkauf", hieß es in einem Klub-Statement: "Was die Besitzer aber ebenfalls stets betont haben, ist, dass wir unter den richtigen Voraussetzungen einen Minderheitsinvestor in Betracht ziehen würden - wenn eine solche Partnerschaft unsere kommerziellen Interessen in bestimmten Märkten fördern würden."

Die "City Football Group", der Manchester City gehört, hatte 2015 13 Prozent der Anteile am Klub für 377 Millionen Euro an ein chinesisches Konsortium verkauft.

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