Enttäuschung bei Ruderern : Goldmedaille für Lisa Brennauer

Lisa Brennauer. Foto: dpa
Lisa Brennauer. Foto: dpa

Auch am Samstag lagen Licht und Schatten im deutschen Team bei den European Championships dicht beieinander.

shz.de von
04. August 2018, 21:53 Uhr

Glasgow | Einen Tag nach dem Gewinn von EM-Bronze im Verfolgungs-Vierer hat sich Lisa Brennauer bei den European Championships eine Goldmedaille gesichert.

Nachdem sie am Morgen die Qualifikation im 3000-Meter-Rennen schon in deutschem Rekord von 3:28,152 Minuten für sich entschieden hatte, drückte Lisa Brennauer im Finale diese Marke auf 3:26,879 Minuten und hielt die von 4000 Fans begeistert angefeuerte Britin Katie Archibald sicher in Schach. "Ich habe versucht, noch einen rauszuhauen", sagte 30 Jahre alte frühere Straßen-Weltmeisterin im Zeitfahren. Sie gehört nun auch im Straßenrennen der Frauen am Sonntag zu den deutschen Hoffnungen.

Da auch Joachim Eilers im 1000-Meter-Zeitfahren in 1:00,361 Minuten wie 2017 erneut Silber erkämpfte, setzte sich am zweiten Finaltag die deutsche Medaillenflut bei der Bahnrad-EM fort.

Klenz freut sich über Atmosphäre

Im Tollcross Swimming Centre überzeugte Ramon Klenz, der erst bei den Meisterschaften Michael Groß nach 32 Jahren als deutschen Rekordhalter abgelöst hatte. Der 20-Jährige schlug im Vorlauf über 200 Meter Schmetterling nach 1:57,91 Minuten an und qualifizierte sich als Elfter für die Halbfinals. "Das war eine coole Atmosphäre, das hat mega Spaß gemacht", sagte der Hamburger Klenz.

Bei der Premiere der 4 x 200 Meter Freistil Mixed-Staffel erreichte das deutsche Quartett das Finale. Allerdings starteten auch nur neun Staffeln. Die Zeit von 7:35,16 Minuten, die zum dritten Vorlaufrang reichte, ist der erste deutsche Schwimm-Rekord der Championships.

Ruderer hoffen auf den Achter

Die deutschen Turnerinnen hatten wegen indiskutabler Vorkampf-Leistungen am Schwebebalken als Zehnte das Team-Finale verpasst und verfolgten unter den 6200 Zuschauern in der ausverkauften Hydro Arena den fünften EM-Sieg der Russinnen vor Vorkampfsieger Frankreich und den Niederlanden. "Die Qualifikation war eine große Enttäuschung für uns alle, aber wir haben einfach zu viele Fehler gemacht", meinte Weltmeisterin Pauline Schäfer, die am Sonntag die Hoffnungen auf eine EM-Medaille am Schwebebalken trägt.

Bei den enttäuschenden Ruderern ruhen nach dem bislang medaillenlosen Auftritt alle deutschen Blicke nun am Sonntag auf dem Achter. Der Vierer ohne Steuerfrau blieb bei der EM als Sechster ohne Medaille. "Sie wurden aber nicht abgehängt und dürfen auch bei der WM starten", sagte Ralf Holtmeyer, leitender Bundestrainer des Deutschen Ruderverbandes. Er muss sich gegen Kritik wehren, weil der Verband nur eine Rumpftruppe zum neuen Multi-Event entsandt hatte.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen