Erkenntnisse vom WM-Wochende : Panama freut sich über 1:6 – James gewinnt Bayern-Duell

Jubel trotz hoher Niederlage: WM-Neuling Panama erzielte beim 1:6 gegen England sein erstes WM-Tor.
Jubel trotz hoher Niederlage: WM-Neuling Panama erzielte beim 1:6 gegen England sein erstes WM-Tor.

Der zweite Vorrunden-Spieltag ist Geschichte. Am vergangenen Wochenende glänzte Kolumbien und die torhungrigen Engländer.

shz.de von
25. Juni 2018, 07:09 Uhr

Hamburg | Vor allem für die deutschen Fußball-Fans hat am vergangenen Wochenende die Fußball-WM erst so richtig begonnen. Nach dem viel umjubelten 2:1-Last-Minute-Sieg ist die deutsche Mannschaft im Turnier angekommen und hat das Weiterkommen selbst in der Hand. Für einige Teams ist das Turnier vor dem letzten Gruppenspieltag aber schon zu Ende. Es erwischte dabei auch das erste europäische Team.

Panama bejubelt historisches WM-Tor

Nach einer 1:6-Niederlage bei einer Fußball-WM ist man normalerweise nicht glücklich, sondern geht mit gesenktem Haupt vom Platz. Nicht so Panama. Der WM-Neuling war alles andere als schlecht aufgelegt nach der derben Klatsche gegen England, denn das kleine Land in Mittelamerika freute sich über das erste WM-Tor seiner Geschichte. Ausgerechnet dem 37-jährigen Innenverteidiger Felipe Baloy erzielte das Ehrentor zum 1:6. "Natürlich macht einen das glücklich", sagte Baloy. "Zum Ende dieser langen Zeit in der Nationalmannschaft das historische erste Tor bei einer WM zu schießen, das ist etwas Besonderes." Auch von den Fans wurde sein Treffer enthusiastisch und fast wie ein Sieg gefeiert. Trainer Hernán Dario Gómez schwärmte anschließend: "Ich war sehr bewegt". Nach dem Spiel bestätigte Baloy das Ende seiner Karriere bei den Canaleros. "Es steht zu 100 Prozent fest, dass ich nach der WM nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen werde".


Daumen hoch: Harry Kane erzielte gegen Panama drei Tore und führt die WM-Torjägerliste mit fünf Treffer an.
imago/Xinhua
Daumen hoch: Harry Kane erzielte gegen Panama drei Tore und führt die WM-Torjägerliste mit fünf Treffer an.


Belgien und England im Gleichschritt

Die Gruppe G ist vor dem letzten Spieltag schon fast alles geklärt. Belgien und England sind bereits für das Achtelfinale qualifiziert, Tunesien und Panama ausgeschieden. Im direkten Duell geht es für Belgien und England nur noch darum, wer Gruppen-Ersten wird. Kurios: Beide Teams haben das exakt selbe Torverhältnis von 8:2. Bei einem Remis würde tatsächlich die Fair-Play-Wertung entscheiden, ermittelt anhand der Anzahl Gelber und Roter Karten in allen Gruppenspielen . Sollte es auch hier gleich sein, würde es einen Los-Entscheid geben. Beide Teams haben in den ersten beiden Spielen gezeigt, dass sie zu den Geheimfavoriten des Turniers zählen. Bei den Engländern glänzte Kapitän Harry Kane mit einem Dreierpack und bisher schon fünf WM-Toren, bei den Belgier überzeugt bisher die gesamte Offensive, um Eden Hazard.


James besser als Lewandowski

Vor der WM waren Kolumbien und Polen die favorisierten Teams in dieser Gruppe. Doch vor dem letzten Spieltag ist mit Polen das erste europäische Team bereits vorzeitig gescheitert. Im Duell mit Kolumbien setzte es für den deutschen Nachbarn eine deutliche 0:3-Niederlage. Das Duell der beiden Bayern-Stars Robert Lewandowksi und James Rodriguez entschied der Kolumbianer eindeutig für sich. Rodriguez war bester Mann auf dem Platz und bereitete zwei, der drei Tore vor. Besonders sein Pass zum 3:0 von Cuadrado war eine Augenweide. Durch den Erfolg haben es die "Cafeteros" jetzt wieder in der eigenen Hand mit einem Sieg gegen den Senegal die K.o.-Runde einzuziehen.

Sons Treffer könnte Mexiko noch teuer zu stehen kommen

Mexiko spielt bislang eine sehr starke WM und hat beide Spiele in der Gruppe F für sich entscheiden können. Nach dem Coup gegen Deutschland siegte "El Tri" auch gegen Südkorea mit 2:1 und führt scheinbar souverän mit zwei Siegen die Tabelle an. Doch noch sind die Mexikaner noch nicht qualifiziert. Auch weil dem Ex-Hamburger Heung-Min Son noch der Treffer zum 1:2 in der Nachspielzeit gelang. Sollten die Mittelamerikaner im letzten Gruppenspiel gegen Schweden mit 0:1 verlieren und auch Deutschland mit 1:0 oder höher gewinnen, wären die Mexikaner ausgeschieden.


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