Ausstiegsklausel : Hoffenheim bestätigt: Nagelsmann wechselt 2019 zu RB Leipzig

Gehen ab der Saison gemeinsame Wege: Leipzigs Sportchef Ralf Rangnick und Julian Nagelsmann. Foto: imago/Thomas Frey
Gehen ab der Saison gemeinsame Wege: Leipzigs Sportchef Ralf Rangnick und Julian Nagelsmann. Foto: imago/Thomas Frey

Julian Nagelsmann geht mit der TSG Hoffenheim in seine letzte Saison als Trainer. 2019 wechselte er zu RB Leipzig.

shz.de von
21. Juni 2018, 17:35 Uhr

Sinsheim/Leipzig | Julian Nagelsmann wird die TSG Hoffenheim am Ende der Saison 2018/19 verlassen. Der 30-Jährige, der im Februar 2015 den Posten des Cheftrainers bei dem Bundesligisten übernommen hat, macht Gebrauch von einer vertraglich fixierten Ausstiegsklausel. Sein Kontrakt mit der TSG lief bis zum 30. Juni 2021.

„Es war mir wichtig früh für klare Verhältnisse zu sorgen“, sagt Nagelsmann, der Gesellschafter und Geschäftsführung der TSG am Mittwochabend über seine Entscheidung informierte. Mit seinem konsequenten Schritt wolle er verhindern, dass die gesamte Saison von immer neuen Spekulationen beeinflusst werde. „Ich bin es der TSG und all ihren Mitarbeitern ebenso schuldig wie der Mannschaft und den Fans diese historische Spielzeit, in der wir zum ersten Mal in der Champions League antreten, nicht mit ständigen Mutmaßungen um meine Person und Zukunft zu belasten. Nun wissen alle, woran sie sind, und wir können uns professionell auf die anstehenden, schweren Aufgaben konzentrieren. Jeder weiß, dass ich bis zur letzten Stunde meines Engagements für die TSG brenne und alles dafür tun werde, unsere ehrgeizigen Ziele zu erreichen.“ Deshalb werde er künftig auch keine Fragen zu seinem neuen Arbeitgeber oder künftige Pläne beantworten, sondern sich einzig und allein auf seine Aufgabe mit der TSG Hoffenheim fokussieren. „In der Branche wird immer Ehrlichkeit verlangt. Die haben wir bewiesen und ich erwarte, dass dies auch respektiert wird", erklärte Nagelsmann auf der vereinseigenen Homepage.


Julian Nagelsmann ist seit neun Jahren als Trainer bei der TSG Hoffenheim aktiv. Zwischen 2008 und 2015 arbeitete er im Nachwuchsleistungszentrum, in der Saison 2012/13 fungierte er auch als Co-Trainer des Profi-Teams. 2014 holte der gebürtige Oberbayer mit einem 5:0-Erfolg bei Hannover 96 die Deutsche Meisterschaft der A-Junioren nach Hoffenheim. Im Februar 2015 übernahm er als Nachfolger des erkrankten Huub Stevens die damals akut vom Abstieg bedrohte Profimannschaft und schaffte mit ihr den Klassenerhalt. In der Saison danach führte der jüngste Trainer der Bundesliga-Historie die TSG auf Platz Vier und damit zur ersten Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb (Champions League- Playoffs/Europa League). In der abgelaufenen Saison wurde dieses Ergebnis noch übertroffen: Der dritte Tabellenplatz bedeutete die direkte Qualifikation für die Gruppenphase der UEFA Champions League.

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