Keine individuellen Werbeverträge : Spieler-Boykott nach Sponsoring-Streit: Dänemark droht der EM-Ausschluss

Dänemark muss am Mittwoch gegen die Slowakei und am Sonntag gegen Wales antreten. Weder die Spieler noch Trainer Åge Hareide werden daran teilnehmen, sagte ein DBU-Sprecher der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau am Montag.
Dänemark muss am Mittwoch gegen die Slowakei und am Sonntag gegen Wales antreten. Weder die Spieler noch Trainer Åge Hareide werden daran teilnehmen, sagte ein DBU-Sprecher der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau am Montag. Foto: imago/YexPingfan

Auslöser sind Werbeverträge: Dänemarks Fußballer boykottieren die nächsten Partien. Die UEFA droht mit hohen Strafen.

shz.de von
03. September 2018, 14:12 Uhr

Kopenhagen | Ein Streit über Sponsorenverträge droht der dänischen Nationalmannschaft die Teilnahme an der Europameisterschaft 2020 zu verhindern. Dem dänischen Fußballverband (DBU) ist es nicht gelungen, vor den Partien diese Woche mit den 23 Nationalspielern Verträge auszuhandeln. Der Streit zwischen dem Weltranglisten-Neunten und seinen Akteuren entzündete sich an der fehlenden Möglichkeit für die Spieler, individuelle Werbeverträge abzuschließen, die in Konkurrenz zu Nationalteam-Sponsoren stehen.

Dänemark muss am Mittwoch gegen die Slowakei und am Sonntag gegen Wales antreten. Weder die Spieler noch Trainer Åge Hareide werden daran teilnehmen, sagte ein DBU-Sprecher der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau am Montag.

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Der DBU bat am Montag andere Spieler, sich für die Spiele zur Verfügung zu stellen. Sollten die Dänen keine Mannschaft zusammenbekommen, drohte die UEFA mit hohen Strafen und mit einem Ausschluss von der EM 2020. Bei dem Streit geht es um individuelle Werbeverträge, die in Konkurrenz zu den Sponsorenkontrakten der Nationalmannschaft stehen. Ein ähnlicher Konflikt mit der Damen-Nationalmannschaft hat im vergangenen Jahr zur Absage eines WM-Qualifikationsspiels geführt.

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