Nach Rücktrittserklärung : Bundestrainer Löw will sich bald zur Causa Özil äußern

Hat sich noch nicht öffentlich zur Causa Mesut Özil geäußert: Bundestrainer Joachim Löw. Foto: dpa/Boris Roessler
Hat sich noch nicht öffentlich zur Causa Mesut Özil geäußert: Bundestrainer Joachim Löw. Foto: dpa/Boris Roessler

Wann reagiert Joachim Löw endlich auf den Rücktritt von Mesut Özil aus der Nationalelf? Noch denkt der Bundestrainer nach.

shz.de von
29. Juli 2018, 09:33 Uhr

Berlin | Joachim Löws Manager Harun Arslan hat bekräftigt, dass sich der Fußball-Bundestrainer in der Causa Mesut Özil zu Wort melden wird. "Das wird er auch machen - sobald er seine Analyse abgeschlossen und Konsequenzen entschieden hat", sagte Arslan der "Bild am Sonntag" in einem Interview. "Ich weiß, dass er hart daran arbeitet."

"Grindel ist kein Rassist"

Die Rassismus-Vorwürfe in Özils dreiteiliger Erklärung gegen den Deutschen Fußball-Bund und dessen Präsidenten Reinhard Grindel könne er nicht nachvollziehen, betonte der 61-Jährige. "Nein, das kann ich ganz klar sagen. Herr Grindel mag in der Affäre Fehler gemacht haben, aber er ist kein Rassist", betonte Arslan. "Mit dieser Aussage ist Mesut klar über das Ziel hinausgeschossen." Er warne davor, "mit dem schweren Vorwurf des Rassismus zu schnell um sich zu werfen".

Bobic: Özil-Rücktritt ist ein bisschen feige

Unterdessen hat Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic Mesut Özil scharf kritisiert. "Klar, er kann sich jetzt in der Türkei abfeiern lassen. Aber das ist ein Trugschluss. Weil er im Endeffekt nur benutzt wurde, um zu spalten - vor allem hier in Deutschland", sagte Bobic der "Bild am Sonntag" eine Woche nach dem bemerkenswerten Rücktritt des Weltmeisters von 2014.

Weiterlesen: Özil brilliert bei Arsenal

Dass Özil auch Rassismus und Respektlosigkeit anprangerte, kritisierte Bobic: "Das finde ich ehrlich gesagt unerträglich. Dieser Pauschalvorwurf des Rassismus entspricht einfach nicht der Realität." Mit den schweren öffentlichen Vorwürfen gegen die DFB-Spitze um Präsident Reinhard Grindel habe sich der 29-Jährige "wahrlich nicht als Teamplayer erwiesen". Bundestrainer Joachim Löw, der lange Jahre auf Özil baute, soll vorher nicht informiert worden sein. "Ich finde die Art seines Rücktritts ehrlich gesagt ein bisschen feige", sagte der frühere Profistürmer.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen