Novum in der Premier League : Alles beim Alten: Tottenham Hotspurs ohne Neuzugänge in die Saison

Spurs-Coach Mauricio Pochettino hat fast den exakt selben Kader zur Verfügung wie in der vergangenen Saison. Foto: imago/ZUMA Press
Spurs-Coach Mauricio Pochettino hat fast den exakt selben Kader zur Verfügung wie in der vergangenen Saison. Foto: imago/ZUMA Press

Das Transferfenster in England ist geschlossen. Doch bei den Tottenham Hotspurs heißt es: Kein Abgang, kein Neuzugang.

shz.de von
10. August 2018, 10:56 Uhr

London | Das Telefon blieb auch am letzten Tag der Transferperiode bei Daniel Levy stumm. Der Geschäftsführer der Tottenham Hotspurs schaffte für englische Fußballverhältnisse etwas sehr erstaunliches. Der letztjährige Tabellendritte hielt seinen Kader komplett zusammen und verpflichtete, noch verkaufte einen einzigen Spieler. Ein absolutes Novum in der Premier League seit Einführung des Transferfenster 2003.

Trainer Pochettino freut sich über starken Kader

Das Team aus Nordlondon setzt nach zuletzt großen Kaderveränderungen auf Kontinuität. "Ich bin froh, dass wir die Mannschaft zusammengehalten haben", erklärte Trainer Mauricio Pochettino: "Manchmal muss man sich im Fußball einfach anders verhalten. Wenn wir doch mit unserem Kader zufrieden sind und keine Möglichkeit zur Verbesserung sehen, ist es manchmal besser, die Mannschaft zusammenzuhalten."

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Einen "Neuzugang" gibt es bei den "Spurs" aber dann doch. Am 15. September wird das Team endlich in das neue hochmoderne Stadion einziehen. Das neue Schmuckstück wird 61.000 Zuschauer fassen können. Nach einer Saison, wo die "Spurs" ihre Heimspiele im riesengroßen Wembley-Stadion austragen mussten, dürfen sie nun wieder an der heimischen "White Hart Lane" auflaufen.

Liverpool hat groß investiert

Ob der Weg von Tottenham der richtige ist, wird man erst am Ende der Saison bewerten können. Im Gegensatz zu den Nordlondonern investierte der Ligarivale aus Liverpool enorm und holte zum Beispiel Keeper Alisson Becker von AS Rom für über 60 Millionen oder auch Naby Keita aus Leipzig.

Die großen Wechsel-Kracher blieben dieses Mal in der finanzstarken Premier League aus. Die Vereine hatten im September vergangenen Jahres entschieden, dass das Transferfenster erstmals vor dem Beginn der Saison schließt - nicht wie bisher drei Wochen nach dem ersten Spieltag.

Kepa jetzt teuerster Keeper der Welt

Den wohl spektakulärsten Transfer vermeldete der FC Chelsea mit der bereits erwarteten Verpflichtung des Torhüters Kepa von Athletic Bilbao. Mit einer Ablösesumme von rund 80 Millionen Euro wird der 23 Jahre alte Spanier zum teuersten Keeper der Fußball-Historie. Gleichzeitig wechselte der Belgier Thibaut Courtois zu Real Madrid, laut spanischen Medien für deutlich weniger Geld. Die Blues leihen außerdem Verteidiger Mateo Kovacic für ein Jahr von Real aus.



Meister Manchester City nahm den 19 Jahre alten Australier Daniel Arzani unter Vertrag. Die Topclubs Man United, FC Liverpool und FC Arsenal gaben keine weiteren Zugänge bekannt. Besonders aktiv war hingegen der FC Everton, der am Donnerstag noch Yerry Mina vom FC Barcelona für rund 30 Millionen Euro verpflichtete und dessen Teamkollegen Andre Gomes auslieh. Außerdem sicherten sich die Toffees die Dienste des Brasilianer Bernard, der seit dem Sommer vereinslos war.




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