Leichtathletik-EM in Berlin : Abele holt Gold – kein Happy End für Harting

'King' Arthur Abele holte Gold im Zehnkampf. Foto: dpa
"King" Arthur Abele holte Gold im Zehnkampf. Foto: dpa

Robert Harting hat bei seiner letzten großen Meisterschaft den Coup verpasst. Der gelingt dafür Zehnkämpfer Abele.

shz.de von
08. August 2018, 22:09 Uhr

Berlin | Der Ulmer Arthur Abele hat im Zehnkampf die erste Goldmedaille für die deutschen Leichtathleten bei den Europameisterschaften in Berlin gewonnen. Der 32-Jährige verteidigte am Mittwoch seine Führung im abschließenden 1500-Meter-Lauf und krönte sich zum ältesten Zehnkampf-Europameister der Geschichte.

Diskuswurf-Olympiasieger Robert Harting hat seine letzte internationale Meisterschaft im Berliner Olympiastadion mit einem achtbaren sechsten Platz beendet. Mehr als 37.000 Zuschauer feierten den 33 Jahre alten Berliner am Mittwochabend bei der Leichtathletik-EM dennoch fast wie vor neun Jahren nach seinem WM-Triumph an gleicher Stelle. Mit seinen 64,33 Metern lag Harting zwischendurch sogar auf Silberkurs. Europameister wurde der Litauer Andrius Gudzius mit 68,46 Metern; Silber holte sich der Schwede Daniel Stahl (68,23 Meter) vor dem Österreicher Lukas Weißhaidinger (65,14).

Tränenreicher Abschied: Robert Harting beendete im Berliner Olympiastadion seine Karriere. Es reichte bei seinem letzten Wettbewerb nur für Platz sechs.
picture alliance/dpa
Tränenreicher Abschied: Robert Harting beendete im Berliner Olympiastadion seine Karriere. Es reichte bei seinem letzten Wettbewerb nur für Platz sechs.


Hartings Bruder Christoph, der 2016 in Rio vier Jahre nach Robert Olympiasieger wurde, war überraschend schon in der Qualifikation gescheitert. Auch der Olympia-Dritte Daniel Jasinski aus Wattenscheid und Titelverteidiger Piotr Małachowski aus Polen verpassten das Finale.
Der Deutsche Fabian Heinle holte im Weitsprung etwas überraschend die Silbermedaille.
picture alliance/dpa
Der Deutsche Fabian Heinle holte im Weitsprung etwas überraschend die Silbermedaille.


Heinle holt überraschend Silber im Weitsprung

Weitspringer Fabian Heinle vom VfB Stuttgart hat überraschend die Silbermedaille gewonnen. Der 24-Jährige kam am Mittwochabend zweimal auf die persönliche Saison-Bestleistung von 8,13 Metern. Wegen eines möglichen Fehlers in der Messung des vierten Versuchs von Heinle legte der Deutsche Leichtathletik-Verband zudem Protest ein.

Gold holte der Grieche Miltiadis Tentoglou mit 8,25 Metern. Sergej Nykyforow aus der Ukraine kam wie Heinle auf 8,13 Meter, brachte aber einen schlechteren zweiten Versuch in die Wertung ein. Die bislang letzte deutsche EM-Medaille im Weitsprung hatte Europameister Sebastian Bayer 2012 geholt.


Kugelstoßerin Christina Schwanitz holte in Berlin die Silbermedaille.
BEAUTIFUL SPORTS/Axel Kohring
Kugelstoßerin Christina Schwanitz holte in Berlin die Silbermedaille.

Schwanitz verpasst Titel-Hattrick

Christina Schwanitz hat den dritten Titelgewinn in Serie im Kugelstoßen verpasst. Mit 19,19 Metern musste sich die 32-jährige Chemnitzerin im Finale am Mittwoch Paulina Guba aus Polen geschlagen geben. Guba übertraf Schwanitz mit 19,33 Metern im letzten Versuch. Dritte wurde die Weißrussin Aiona Dubitskaja mit 18,88 Metern. Sara Gambetta aus Halle landete mit 18,09 Metern auf Rang fünf.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen