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Bettina Weiss (r) hat die Geschätsfürung bei SWO Werkzeug und Formenbau von ihrer Mutter übernommen. /ZDF/dpa
Bettina Weiss (r) hat die Geschätsfürung bei SWO Werkzeug und Formenbau von ihrer Mutter übernommen. /ZDF/dpa

Familienbetriebe haben in Deutschland Tradition. Sie gehen bis heute immer wieder von einer Generation in die nächste über. Doch der Wechsel verläuft nicht immer konfliktfrei.

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23. Juni 2020, 00:01 Uhr

In Deutschland sind viele kleine und mittlere Unternehmen als Familienbetriebe organisiert. Traditionellerweise gingen sie fortlaufend von einer Generation zur nächsten über. Oftmals kommen Söhne zum Zug, doch es gibt auch immer mehr Frauen, die bereit sind, selbst Unternehmen zu übernehmen.

Dass der Generationenwechsel nicht immer reibungslos über die Bühne geht, veranschaulicht am Dienstag (23. Juni, 22.15 Uhr) eine ZDF-Reportage der 37-Grad-Reihe. Sie folgt drei Familien, die bei der Übergabe mit Problemen zu kämpfen haben. In Oberau bei Garmisch-Partenkirchen etwa leitet eine 37-Jährige das elterliche Unternehmen, seit ihre Mutter einen Schicksalsschlag erlitten hat. Doch diese tut sich mit der neuen Situation schwer und leidet unter dem Gefühl der Leere. «Die Verantwortung abgeben als Mutter ist genauso schwer wie loslassen», heißt es in der Reportage.

In einer Schreinerei an einem anderen Ort steht der Wechsel erst an. Der 32 Jahre alte Sohn soll in wenigen Jahren den Betrieb von seinem Vater (58) übernehmen, muss sich aber damit anfreunden, dass eine Sieben-Tage-Woche und maximal sechs Tage Urlaub im Jahr die Regel sind. Um die Nachfolge macht sich auch schon eine 47-Jährige Gedanken, obwohl sie erst selbst den elterlichen Gas- und Wasser-Installationsbetrieb nach dem Unfalltod ihrer Mutter übernommen hat. In dieser Position wollte sie eigentlich nie sein. Die Reportage kommt ihren Protagonisten sehr nahe und macht deutlich, welche Auswirkungen traditionelle Rollenbilder haben.

© dpa-infocom, dpa:200619-99-484172/2

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