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Soziale Netzwerke : Xing und Co: Netzwerke mit Fallstricken

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Um die Karriere zu befeuern,werden soziale Netzwerke im Internet immer beliebter. Doch was gibt es zu beachten? Welche Fallstricke existieren?

shz.de von
erstellt am 21.Nov.2009 | 09:51 Uhr

Soziale Netzwerke wie Xing und Linkedin boomen. Ob Studenten, Freiberufler, Arbeitgeber oder Arbeitnehmer - der Netzwerkgedanke erscheint vielen attraktiv. Ein neuer Job, bessere Beziehungen zu Geschäftspartnern oder der Wunsch ein verlässliches Netzwerk aufzubauen, die Motive sind sehr verschieden. Doch mit einem Eintrag alleine ist es längst nicht getan. Klare Zielvorstellungen und vor allem viel Eigeninitiative sind gefragt, meinen Berufsberater.
Für Katja Mercuri aus Kiel kein Problem. Innerhalb von fünf Jahren hat sich die Freiberuflerin ein stattliches Netzwerk von rund 150 Xing-Kontakten aufgebaut. "Ich tausche mich viel über meinen Beruf aus und halte Kontakt zu meinen Geschäftspartnern. Daraus haben sich auch immer wieder Aufträge ergeben", sagt Mercuri.
Was dringt nach außen und was sind die Konsequenzen?
Karriereberaterin Ilonka Winkler aus Hamburg hält Online Netzwerke für interessant. Trotzdem warnt sie: "Xing ist für jeden zugänglich. Man sollte also stets überlegen ‚Was dringt nach außen und was sind die Konsequenzen?’" So mancher Nutzer blende diese Tatsache leider aus, sobald er die reale Welt verlässt. "Ein Urlaubsbild zum Beispiel ist zwar schön, aber wirkt auf einer beruflichen Plattform wie Xing eher unseriös."
Auch fehlende Zielvorstellungen seien problematisch. "Vorher sollte ich mir auf jeden Fall Gedanken machen, was ich erreichen möchte. Einfach sich anmelden und dann die Resonanz abwarten, bringt sehr wenig", betont Winkler. Diese gilt es auch klar zu benennen, rät die Hamburger Berufsberaterin Martina Maushake. "Als zufriedener Angestellter darf ich etwa nicht den Eindruck erwecken, auf der Jobsuche zu sein. Wenn ich arbeitssuchend bin, ist es sinnvoll dies auch konkret zum Ausdruck zu bringen." Bei Xing sind etwa die Rubriken "Ich suche" und "Ich biete" für solche Zwecke vorgesehen.
Mit knackigen Formulierungen Interesse wecken
Beim eigenen Profil sieht Maushake vielfach einen Knackpunkt. "Dies ist meine Visitenkarte, entsprechend sorgfältig sollte es auch gestaltet werden." Als Grundregel gilt: "Bild schlägt Text." Das heißt: Viele schauen zuerst aufs Foto. Wenn das nicht ansprechend ist, geben sie dem Text selten eine Chance. Für ganz falsch hält sie auch, die Seite von oben bis unten voll zu schreiben. Stattdessen rät Maushake zu Schlagworten. "Mit knackigen Formulierungen kann ich gezielt Interesse wecken und auf Seiten wie "über mich", die Details dazu bringen."
Auch ansonsten gilt: Weniger ist manchmal mehr, findet Ilonka Winkler. Überaktivität sei ein typischer Fehler. Deshalb rät die Trainerin, sich beim Kontakte knüpfen vorerst auf die eigenen Firma oder ein begrenztes Umfeld zu beschränken. Der Vorteil: Die räumliche Nähe erlaubt auch reale Treffen. "Wenn die Beziehungen ausschließlich virtuell bleiben, ist es fast unmöglich daraus ein verlässliches Netzwerk zu entwickeln."
Diese Regel hat Katja Mercuri konsequent eingehalten. So ist sie im lokalen Xing-Forum "Kiel und Umgebung - Das Hoch im Norden" sehr aktiv und begleitet es sogar als Moderatorin. Besonders die regelmäßigen Gruppentreffen schätzt Mercuri sehr: "Aus den ursprünglich rein geschäftlichen Beziehungen haben sich nach und nach richtige soziale Kontakte ergeben", schwärmt Mercuri.
Xing-Aktivitäten in Schleswig-Holstein:
Ob in der Rubrik Regionales (Networking in Schleswig-Holstein Süd/Ost, 1.703 Mitglieder) Wissenschaft (METAPHYSICS, 1.462 Mitglieder) oder etwa Wirtschaft (Unternehmer-Lounge, 1.575 Mitglieder) allein unter dem Stichwort Schleswig-Holstein finden sich rund 30 verschiedene Foren/Gruppen innerhalb des Xing-Netzwerks. Alternativ lassen sich auch neue Gruppen anmelden.

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