Marine : Verteidigungsausschuss berät über "Gorch Fock"-Affäre

Die  'Gorch Fock'-Affäre ist Thema im Verteidigungsausschuss. Foto: dpa
Die "Gorch Fock"-Affäre ist Thema im Verteidigungsausschuss. Foto: dpa

Der Untersuchungsbericht zur "Gorch Fock"-Affäre ist Thema im Verteidigungsausschuss des Bundestags. Die Akte hatte unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen.

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16. März 2011, 11:55 Uhr

Der Verteidigungsausschuss des Bundestags ist am Mittwoch zusammengekommen, um über den Untersuchungsbericht zur "Gorch Fock"-Affäre zu beraten. Marineinspekteur Axel Schimpf wollte die Ergebnisse der Kommission vorstellen, die mehr als 400 Mitglieder der Stammbesatzung und Offiziersanwärter zu angeblichen Missständen auf dem Segelschulschiff befragt hatte. Das Gremium kam zu dem Schluss, dass die Vorwürfe, die nach dem Tod einer Kadettin an Bord erhoben worden waren, zu einem großen Teil nicht zutreffen.
Der Bericht war den Abgeordneten am vergangenen Freitag zugestellt worden und hatte unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold warf der Untersuchungskommission vor, Missstände auf dem Segelschulschiff zu verharmlosen. Andere Politiker von Union, SPD und Grünen sahen den Kapitän Norbert Schatz dagegen entlastet. Der Kommandant war im Januar vom damaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) für die Zeit der Ermittlungen abgesetzt worden.
Guttenbergs Nachfolger Thomas de Maizière (CDU) will die Aufklärung der Affäre nicht mehr als Chefsache behandeln. Der neue Verteidigungsminister wurde am Mittwoch ebenfalls erstmals im Ausschuss erwartet.
(dpa, shz)

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